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Lauenburg Mülltarife sinken um bis zu 40 Prozent
Lokales Lauenburg Mülltarife sinken um bis zu 40 Prozent
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13:57 02.12.2016
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Ratzeburg

Die Bürger im Kreis können sich auf deutlich sinkende Entgelte bei der Müllabfuhr freuen. Ab dem kommenden Jahr sinken die Preise der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) um bis zu 40 Prozent. Gründe sind vor allem gesunkene Kosten für die Verbrennung und die Leerung der Mülltonnen. Außerdem werden den Kunden Überschüsse in der Höhe von 520000 Euro aus den Vorjahren erstattet. Insgesamt kostet die Müllentsorgung im kommenden Jahr voraussichtlich mehr als 10,5 Millionen Euro.

„Mit dem Jahr 2017 treten neue Verträge mit der EEW Stapelfeld in Kraft“, heißt es in der Entgeldkalkulation. Das bisherige Pflichtkontingent mit der für den Verbrennungspreis maßgeblichen schwankenden Verdampfungsziffer entfalle damit. Ab dem kommenden Jahr würden vertraglich geregelte Mengen und Preise für beide Kreise mit einer jährlichen Preisanpassungsberechnung gelten.

Möglich wurde der offenbar extrem günstige Verbrennungspreis, weil die AWSH die neuen Vertragsverhandlungen mit EEW Stapelfeld frühzeitig und so zum richtigen Zeitpunkt führte. Das, wie sich erst später herausstellte, vor dem Verkauf stehende Unternehmen hatte sich damals noch relativ wenig Müll zur Verbrennung vertraglich gesichert. Insgesamt war am Markt über Überkapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen spekuliert worden. Die AWSH war also in einer guten Verhandlungsposition. Die Folge: Die Kosten für die „thermische Behandlung“ in dem Stapelfelder Müll-Heizkraftwerk „sinken in der Kalkulation 2017 erheblich“.

Für die Bürger bedeutet das konkret, dass die monatlichen Kosten für die 60-Liter-Tonne mit 14-tägiger Leerung als am meisten verbreitetste Einheit um 8,1 Prozent von 7,14 Euro auf 6,56 Euro sinken. Die ohnehin schon sehr niedrigen Kosten für die 35249 Standard-Biotonnen (80 Liter) sinken sogar künftig um 39,5 Prozent auf 44 Cent im Monat. Um die Bioabfall-Entsorgung weiter zu optimieren, sollen noch vorhandene 40- und 60-Liter-Biotonnen mittelfristig ausgetauscht werden. Insgesamt erwartet die AWSH im kommenden Jahr ein Restmüllaufkommen von 26400 Tonnen. Hinzu kommen rund 7000 Tonnen Sperrmüll und 19329 Tonnen Bioabfall.

Beraten wird die neue Entgeldkalkulation am Montag, 5. Dezember, im Hauptausschuss des Kreises (16 Uhr Kreishaus). hm

LN

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