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Schwarzenbek Musik und Tanz, Poesie und Integration

Schwarzenbeks Vorzeige-Jugendprojekt „Beat ’n’ Dance“ wird auch heute wieder für einen vollen Festsaal sorgen.

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Gruppenkuscheln, cool! Zum Foto bitte alle einmal aufs, ans und ums schwarze Sofa: knapp die Hälfe der Beteiligten am sechsten Beat ’n’ Dance. Vorn links Stadtjugendpfleger Norbert Lütjens (46), daneben Frank Düwel (52), Künstlerischer Leiter des Kultursommers. Fotos (4): Dorothea Baumm

Schwarzenbek. Hallelujah! Jede Wette: Wenn Leonhard Cohen das erleben, hören, genießen dürfte, er wäre begeistert. Auf der Bühne des Schwarzenbeker Rathauses steht eine junge Frau. Jeans, T-Shirt, die Haare unspektakulär zusammengefasst, aber ihre Interpretation von „Hallelujah“ aus der Feder des großen Singer-Songwriters aus Kanada macht Gänsehaut. „Well I’ve heard there was a secret chord that David played and it pleased the Lord“, kurz: „dieser geheime Akkord, der dem Herrn gefiel“ – ja, diese Version des Liedes wird ihre Zuhörer heute abend beim sechsten Beat ’n’ Dance umhauen, davon ist Frank Düwel überzeugt.

LN-Bild

Schwarzenbeks Vorzeige-Jugendprojekt „Beat ’n’ Dance“ wird auch heute wieder für einen vollen Festsaal sorgen.

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„Nothing But Love“ ist der Titel des sechsten Beat ’n’ Dance, zu dem Düwel, Stadtjugendpfleger Norbert Lütjens und die insgesamt 36 jungen Künstler und Mitwirkenden auch heute wieder ein volles Haus erwarten. Seit der Premiere gilt für alle Beteiligten jährlich: nach der Show ist vor der Show. „Im Herbst fangen wir mit den Planungen für das nächste Beat ’n’ Dance an, meist mit ,Rock, Beton and the Mörtels’“. Was Lütjens so launig formuliert, beschreibt den Entstehungsprozess der Veranstaltung wunderbar. Es gibt fantastisches Material, aus dem ein fantastisches Produkt gemacht wird. So einfach ist das. Hallelujah!

So einfach? Naja, wer sich hier auf und hinter der Bühne engagiert, ist irgendwas zwischen 16 und 25 Jahren, ist Schüler, Azubi, Student, ist Förderschüler oder Gymnasiast, kurz, es gibt einen Haufen Rohdiamanten. Macht aber nichts, denn: „Wir haben großartige und professionelle Unterstützung“, und Lütjens zählt auf, wer alles zum Gelingen der Show beiträgt: Gesangslehrer, Tontechniker, Regisseur, Tanzcoach, Videokünstler, und auch eine Hamburger Musikhochschule ist an Bord.

Auch für den heutigen Abend gibt es mal wieder eine Neuerung. „Es wird poetischer“, sagt Frank Düwel. Erstmals sind auch Flüchtlinge eingebunden: Vier junge Männer aus Syrien zeigen einen Volkstanz aus ihrer Heimat. Insgesamt dürfen die Zuschauer sich auf vier Tanzacts freuen, ein Pärchen hat gemeinsam mit dem Tanzcoach eine Choreographie erarbeitet, natürlich gibt es eine Menge Livemusik, und ebenso natürlich sind die G-Breaker dabei. Übrigens ist nicht die eine Band auf der Bühne, sondern es ist eine Gruppe von Musikern, die sich munter abwechseln. „Das ist das Schöne an der Show – fast jeder macht hier alles“, erklärt Frank Düwel begeistert.

Schwarzenbek unterstützt das Vorzeige-Projekt gern. Lütjens zählt auf: „Wir haben hier Technik für gut 20000 Euro, Beleuchtung, die Drums, etwa 15 Kilometer Kabel – alles Eigentum der Stadt.“

Ebenso wie die Bühnenvorhänge, die sich heute zur sechsten Beat ’n’ Dance-Show heben. Fest steht: Es wird voll. Das haben die jungen Künstler auch verdient. Mit Gruß an Leonhard Cohen – Hallelujah!

„6. Beat ’n’ Dance – Nothing But Love“: 20 Uhr, Schwarzenbek, Rathaus – Festsaal, Ritter-Wulf-Platz 1, 3 Euro

Von Jahr zu Jahr anspruchsvoller

Als Frank Düwel die Veranstaltungsreihe „Kultursommer am Kanal“ kennenlernte, fiel ihm eine Sache sofort auf: Es gab kein einziges Jugendprojekt. „Wir haben doch aber einen öffentlichen Kulturauftrag, sollen auch alle Schichten und Altersklassen ansprechen und präsentieren.“ Also gab es für den künstlerischen Leiter der Veranstaltung nur eines: Die Jugendarbeit in der Region abklappern. „Wir sind überall hin, haben nach Interessenten und Aktiven gesucht.“ In Schwarzenbek war die Begeisterung sofort groß, „da wurde richtig laut ,hier’ gerufen.“

Im ersten Jahr war das Konzept noch sehr einfach, „da hatten sich ein paar Bands gemeldet, und wir hatten Tänzer, die ihre Musik auf CD mitbrachten.“ Das erste Beat ’n’

Dance war gut besucht und kam super an. Im zweiten Jahr war der Anspruch dann schon höher: Es sollte keine Musik aus der Konserve mehr sein, bitte nur noch Livemusik. Die zweite Beat ’n’ Dance war erneut ein Volltreffer, und von da an war klar: Frank Düwel hatte einen Dauerbrenner initiiert.

Wie es so ist, wenn engagierte Menschen an einem Projekt arbeiten und Anerkennung erfahren: Die Begeisterung war (und ist) groß, der Ehrgeiz ebenso. Schon bei der dritten Auflage warteten die jungen Künstler mit eigenen Texten und eigenen Interpretationen auf, eine Entwicklung, die über die fünfte Version bis heute anhält. „Beat ’n’ Dance ist insgesamt sehr viel inhaltlicher geworden“, erzählt Frank Düwel voller Stolz.

Der Erfolg ist auf zwei Dinge zurückzuführen. Zum einen sind die jungen Leute, die sich auf und auch hinter der Bühne engagieren, einfach klasse. Sie sind talentiert, ehrgeizig, inspiriert und legen eine bewundernswerte Disziplin und Ausdauer bei den Proben an den Tag. Zum anderen haben Frank Düwel und Stadtjugendpfleger Norbert Lütjens die Veranstaltung professionell organisiert. Die jungen Künstler werden in allen Bereichen von Profis unterstützt und gecoacht. Klar sind Düwel und Lütjens stolz. Ihr Projekt sucht nicht nur landesweit seinesgleichen.

Kein Wunder also, dass die beiden zufrieden Bilanz ziehen. „Wir hatten sogar zwei Mal Roger Cicero als Coach für unsere Musiker hier.“ teo

Dorothea Baumm

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