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Lauenburg Muss neue Gemeinschaftsschule schon wieder erweitert werden?
Lokales Lauenburg Muss neue Gemeinschaftsschule schon wieder erweitert werden?
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20:25 18.10.2013
„Es kamen überraschend viele Schüler von der LG herüber.“ Rainer Voß, Schulverbandsvorsteher
Ratzeburg

Die Empörung bei etlichen Eltern, Politikern, aber auch Pädagogen war groß im Mai, als der Leiter der gerade eben neu erbauten Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen (GLS), Henning Nitz, per E-Mail verkündet hatte, dass „die didaktischen und methodischen Möglichkeiten für die Stammklasse und für den Fachunterricht deutlich eingeschränkt“ würden, weil es an ausreichenden Klassenräumen fehle.

Die Situation zum neuen Schuljahr hat sich nicht verbessert, so dass sich am Montag, 21. Oktober (18.15 Uhr, Fachraum Darstellendes Spiel, Heinrich-Scheele-Straße 1), der Hauptausschuss des Schulverbandes trifft, um Lösungsmöglichkeiten zu beraten. Fest steht, dass es derzeit 30 Klassen, aber nur 24 Klassenräume gibt. Vier Klassen werden daher in Fachräumen (Chemie, Textil, Kunst, Darstellendes Spiel) unterrichtet, zwei Klassen gehen bei ihrer Raumsuche auf „Wanderschaft“. Wie konnte es zu dieser Situation kommen? Warum haben Schulverband und Verwaltung die Bedarfsplanung falsch eingeschätzt?

Schulverbandsvorsteher (und Ratzeburgs Bürgermeister) Rainer Voß erklärt: „In dem Gebäudekomplex ist auch die Offene Ganztagsschule der Grundschule untergebracht. Die Teilnehmerzahl der OGS steigt von Jahr zu Jahr, worüber wir uns als Schulträger sehr freuen“, spreche es doch für die erfolgreiche Arbeit. Weniger schön sei, dass die OGS einen Raum nutze, der eigentlich von der Gemeinschaftsschule belegt werden müsste.

Zudem seien in den beiden letzten Schuljahren „überraschend viele Schüler von der Lauenburgischen Gelehrtenschule zur Gemeinschaftsschule versetzt worden“, so Voß. Waren es 2011/12 noch acht, schoss die Zahl 2012/13 auf 31 hoch, und im Jahr 2013/14 seien es auch schon 22 — vor allem aus den Jahrgangsstufen 7 bis 10. Weiter gebe es eine große Nachfrage von Eltern aus dem Raum Sterley oder auch von Gemeinden außerhalb des Schulverbandes, ihre Kinder in Ratzeburg unterzubringen. Die Verwaltung schlägt daher dem Hauptausschuss vor, die Schulbedarfsplanung intensiv fortzuschreiben, um Anhaltspunkte für den weiteren Raumbedarf zu erhalten.

Weiterhin soll im Rahmen der energetischen Sanierung der alten GLS im ehemaligen Hauptschulteil überlegt werden, ob nicht eine Erweiterung des Gebäudes in Richtung Heinrich-Scheele-Straße oder Schulwald in Betracht gezogen werden könne. Die energetische Sanierung beziffert Voß mit etwa 800 000 Euro. „Die Baukosten für einen möglichen Anbau sind noch nicht geschätzt worden.“

Joachim Strunk

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