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Lauenburg Mustin stimmt gegen neuen Weg
Lokales Lauenburg Mustin stimmt gegen neuen Weg
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23:18 29.02.2016
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Mustin

 Insgesamt 641 wahlberechtigte Mustiner durften am Sonntag abstimmen, 355 beteiligten sich an dem Bürgerbegehren — und das Ergebnis war eindeutig: 238 stimmten mit „Ja“ (67 Prozent) und 111 (31 Prozent) mit „Nein“. Die Beteiligung lag mit 55,38 Prozent deutlich über 50 Prozent und nur sechs Stimmen (= zwei Prozent) waren ungültig.

Holger Schulz von den alteingesessenen Allgemeinen Wählern Mustins (AWM), die diesen Bürgerentscheid initiiert hatten, freute sich über den Ausgang: „Damit wurde unsere Meinung bestärkt“.

Nämlich, dass die Anlage eines neuen Weges vor allen Dingen finanziell im Moment nicht vorstellbar sei. Immerhin trage die Gemeinde schwer an dem Großprojekt Um- beziehungsweise Anbau des Kindergartens. Hier ging man von Kosten in Höhe von zuletzt 430000 Euro aus. „Das ist glücklicherweise nicht mehr ganz so hoch“, erklärte Schulz.

Der Dorfweg hätte bis zu 60000 Euro kosten können, hatte ein Kostenvoranschlag ergeben, den Bürgermeister Bernhard Reis vor zwei Jahren eingeholt hatte. Doch selbst dies sei eine Maximalsumme gewesen für eine doppelt so lange Strecke, erklärte Reis noch vor anderthalb Wochen. Am Ende hätte den Initiatoren des Weges um Captain Alfred Vogel, Vorsitzender des Mustiner Kulturvereins, auch ein Trampelpfad genügt.

Vogel ließ nach dem Bürgerentscheid am Sonntagabend verlauten, der Verein wolle weiter planen und Sponsoren für einen solchen Weg der Sinne suchen. Das müsse nicht zwangsläufig auf der zuletzt prädestinierten Linie zwischen der Siedlung und dem Gemeindehaus liegen, sondern könne auch „woanders im Dorf oder auf der Feldmark“ angelegt werden. Holger Schulz wartet mit seiner AWM bereits auf die nächste Gemeindevertretersitzung am 23. März, ob die Bürgerentscheidsgegner dann die demokratische Entscheidung der Bürger akzeptieren werden.

unk

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