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Mutmaßliche Brandstifter in Gewahrsam genommen

Geesthacht Mutmaßliche Brandstifter in Gewahrsam genommen

Polizei ermittelt in Lauenburg und Geesthacht. Einer der Verdächtigen ist möglicherweise für eine Serie von Zündeleien in seiner Umgebung verantwortlich.

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Im Garten des tatverdächtigen Lauenburgers steht ein verkohltes Gartenhaus.

Quelle: Fotos: Timo Jann

Geesthacht. Obwohl Polizisten den Lauenburger Jörg. K. direkt nach einer Brandstiftung an der Dresdener Straße stellten, ist der 45-Jährige wieder auf freiem Fuß. Die Ermittler hatten K. vorläufig festgenommen, doch für eine Untersuchungshaft fehlt die Schwere der Tat. Auch in die Psychiatrie kann der Verdächtige nicht eingewiesen werden. Seine Aufenthalte dort seien rein freiwillig, heißt es.

Wie berichtet, brennt es im Umfeld des Lauenburgers immer wieder. Die Feuerwehr hat mittlerweile aufgehört, die Einsätze bei dem 45-Jährigen oder in dessen direkter Nachbarschaft zu zählen. Außer am Büchsenschinken brannte es zuletzt in der Straße In de Lips und am Moorring. Deutlich mehr als 20 Mal war die Feuerwehr dort bereits im Einsatz. Vor allem während des Elbehochwassers gingen reihenweise Brandmeldungen aus dem Viertel ein.

Was der Polizei fehlt, sind ausreichende Haftgründe, immerhin lebt der 45-Jährige in einem eigenen Haus. Das zieren draußen und im Garten bereits massive Brandschäden. Der Haftgrund Wiederholungsgefahr zieht in diesem Fall bisher nicht, weil Jörg K. nicht deutlich vorbestraft ist und auch keine über ein Jahr Haft hinausgehende Freiheitsstrafe zu erwarten wäre. Die Brandstiftungen, für deren Auslösung er unter Verdacht steht, richten sich gegen schlichte Dinge wie Mülltonnen, Altpapiercontainer oder Hecken. Damit handelt es sich eher um Sachbeschädigungen.

„Herr K. weiß, dass wir ihn im Fokus haben“, sagt Kripochef Jürgen Alfke. Dennoch kam es während verstärkter polizeilicher Präsenz zu einer Brandstiftung an einer Hecke im Bereich Dresdener Straße.

Alfke: „Von den Beamten hat aber niemand Herrn K. mit dem Feuerzeug in der Hand gesehen.“ Aus ermittlungstaktischen Gründen, so Alfke, könne er weitere Ansätze der Polizei, um dem Spuk ein Ende zu setzen, nicht nennen.

Tumulte bei der Festnahme
Feueralarm an der Geesthachter Heidestraße: In der Nacht zum Sonntag ist in der Heidestraße in Geesthacht vorsorglich ein Mehrfamilienhaus evakuiert worden, weil es im zweiten Stock aus, nach Angaben der Polizei, noch ungeklärten Gründen brannte. Polizisten nahmen den anfangs aggressiv auftretenden alkoholisierten Mieter der betroffenen Wohnung vorläufig fest. Es bestehe der Verdacht auf Brandstiftung, hieß es. Weitere Einzelheiten müssten die Ermittlungen der Kripo und die Vernehmung ergeben.

Gegen 23 Uhr hatten Anwohner den Notruf gewählt, nachdem sie auf einen beißenden Gestank und dann auf den aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses ziehenden Rauch aufmerksam geworden waren.

Als Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Einsatzort ankamen, saß der Mieter der Wohnung auf dem Eingangspodest und rührte sich nicht. Er hatte weder selbst die Feuerwehr gerufen noch seine Nachbarn in den insgesamt elf Wohnungen des Aufgangs gewarnt. „Die Nachbarn hatten sich zum Glück bis zu unserem Eintreffen selbst in Sicherheit gebracht, sodass wir uns auf die Brandbekämpfung und das Lüften des Hauses konzentrieren konnten“, sagte Einsatzleiter Sven Albrecht. 25 Feuerwehrleute waren mit sechs Fahrzeugen vorgefahren.

Im Schlafzimmer der Wohnung brannte eine Matratze samt Bettzeug. Durch Atemschutzgeräte gegen den starken Qualm geschützt, räumten die Feuerwehrleute das Schlafzimmer aus und warfen die brennende Matratze aus einem Fenster in den Garten. Dort wurde sie abgelöscht. Etwa 50 Schaulustige verfolgten trotz der späten Stunde den Einsatz. Als Polizisten den 38 Jahre alten Mieter abführten, kam es kurz zu Tumulten. Am Giebel des Hauses hatte vor drei Jahren ein großer Sperrmüllhaufen in Flammen gestanden. tja

tja

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