Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg NGG: Haupterwerb muss zum Leben reichen
Lokales Lauenburg NGG: Haupterwerb muss zum Leben reichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:32 17.10.2017
Bierausschank – einer der Minijobs, die die NGG kritisieren. Quelle: Foto: Hfr

Besonders verbreitet sind Zweitjobs demnach im Gastgewerbe: 440 geringfügig Beschäftigte arbeiten in der Branche im Kreis Herzogtum Lauenburg – zusätzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen Stelle. Gegenüber 2007 stieg ihre Zahl um 49 Prozent.

Anne Widder, Gewerkschaftssekretärin der NGG Hamburg-Elmshorn, spricht von einem „alarmierenden Trend“. „Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen mit einem normalen Arbeitsverhältnis nicht über die Runden kommen.“ Auf den ersten Blick verzeichne der Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg steigende Beschäftigungsquoten. „Doch die hohe Zahl der Zweitjobber zeigt, dass nicht alles Gold ist, was auf dem Arbeitsmarkt glänzt“, so Widder.

Mit Blick auf das Gastgewerbe kritisiert die Gewerkschaftssekretärin, die Branche dürfe nicht zur bloßen Minijobber-Domäne werden. „In Hotels, Pensionen und Restaurants brauchen wir mehr gelernte Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte. Aushilfen können auf Dauer keine Fachkräfte ersetzen.“ Schon heute seien die Klagen über fehlende Köche und Oberkellner groß. Doch die gewinne man nur, indem man gute Löhne zahle.

Dringenden Handlungsbedarf sieht die NGG Hamburg-Elmshorn auch bei der Politik. „Wenn laut Arbeitsagentur im Kreis Herzogtum Lauenburg mittlerweile gut jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einen Nebenjob hat, dann ist hier etwas aus dem Ruder gelaufen“, betont Widder. Widder plädiert dafür, dass ausgehandelte Tarifverträge künftig in allen Betrieben einer Branche gelten sollen – unabhängig davon, ob der Chef in einem Arbeitgeberverband ist oder nicht.

„Zugleich muss sich die nächste Bundesregierung dringend um die Rente kümmern.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erweiterte Öffnungszeiten für das Bürgerbüro, Verbesserung des Bürgeraufrufsystems, öffentlicher Wasserspender im Rathaus: Die Geesthachter Stadtverwaltung reagiert auf Kritik und Anregungen, die im Rahmen der Messe „Schaufenster Geesthacht“ aufgenommen wurden. Erstmals hatte sich die Verwaltung in dieser Form direkt den Bürgern gestellt.

17.10.2017

Weiter geht’s mit den baulichen Maßnahmen im Rahmen der Deckenerneuerung der K 73 zwischen Müssen und Büchen. Der Asphalteinbau auf der Kreisstraße hat begonnen. Betroffen sind die Bauabschnitte Mitte Einmündung „Steinkrug“ bis Ortseingang Müssen und Mitte Einmündung „Am Hesterkamp“ bis Mitte Einmündung „Steinkrug“.

17.10.2017

Ein neues Motto und Erkennungszeichen für Demokraten des Alltags: „Demokrat*innen bei der Arbeit“ stellt der Möllner Verein Miteinander leben vor. Die Partnerschaften für Demokratie (PfD) unterstützen die Kampagne kreisweit. Die Kampagne soll demokratisches Engagement befördern.

17.10.2017
Anzeige