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Lauenburg Nach 19 Minuten Amtszeit: Erster Einsatz für Möllns neuen Wehrführer
Lokales Lauenburg Nach 19 Minuten Amtszeit: Erster Einsatz für Möllns neuen Wehrführer
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13:54 01.01.2012
Nur durch das schnelle Eingreifen der Möllner Feuerwehr konnten bei dem Feuer im Adlerweg noch einmal schlimmeres verhindert werden.
Mölln

Insgesamt war die Silvesternacht sowie der Neujahrsmorgen für die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Herzogtum Lauenburg ausgesprochen ruhig. Wie eine Sprecherin der Integrierten Regionalleiststelle Süd in Bad Oldesloe berichtete, gab es in der Zeit vom 31.12.2011 19:00 Uhr bis zum 01.01.2012 06:00 Uhr nur einige Kleinfeuer wie Mülltonnen-, Container- und Heckenbrände.

In Mölln hingegen musste die Freiwillige Feuerwehr Mölln am Neujahrstag gleich zwei Mal ausrücken, um Brände löschen. Möllns neuer Wehrführer Sven Stonies war somit bereits 19 Minuten nach seinem offiziellen Amtsantritt das erste Mal als Wehrführer gefordert. Um 00:19 Uhr brannte ein Fahrrad auf einem Balkon im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Klaus-Groth-Straße.

„Das Kleinfeuer wurde von uns mit einer Hochdruckkübelspritze über den Korb der Drehleiter gelöscht, weil keine Personen in der dazugehörigen Wohnung anwesend waren“, sagte Möllns Wehrführer und Einsatzleiter Sven Stonies. Um 00:50 Uhr war der Einsatz bereits abgearbeitet und die Möllner Feuerwehrleute rückten wieder ab. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Der entstandene Sachschaden ist gering. Wodurch das Fahrrad in Brand geraten war ist zunächst noch unklar. Die Polizei vermutet jedoch abgeschossenes Feuerwerk als Brandursache

Um 06:10 Uhr schrillten die digitalen Funkmeldeempfänger dann erneut. Diesmal fing vermutlich durch einen längeren unbemerkten Mülltonnenbrand die Fassade eines von insgesamt drei zusammengehörigen Einfamilienhäusern im Adlerweg an zu brennen. „Die Mülltonnen stand direkt an der Außenwand des Holzhauses wodurch die Flammen reichlich Nahrung gefunden haben“, sagte ein Polizeisprecher. Die drei dort wohnenden Erwachsenen sowie ein Kind konnten sich rechtzeitig selbst ins Freie retten.

„Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort war die starke Rauchentwicklung zu sehen", erinnert sich Zugführer Jan Fiedermann an der Brandstelle. Als die ersten Kräfte am Einsatzort eintrafen, hatte sich das Feuer bereits in die modern verbaute Dämmung (Isofloc) hinter die Fassade des Holzhauses gefressen. Nachdem Entfernen der bereits verbrannten Bretter stellten die Einsatzkräfte fest, dass auch die Dachisolierung bereits Feuer gefangen hatten.

„Aus diesem Grund ließen wir ein zweites Mal die Möllner Wehr mit dem Einsatzstichwort „Feuer Groß“ alarmieren sowie die Freiwillige Feuerwehr Breitenfelde, um genügend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben. „Mit Hilfe der Wärmebildkamera kontrollierten wir abwechselnd im Inneren des Hauses sowie von außen die Brandausbreitung, um diese schnellst möglich zu stoppen“, sagte Möllns Wehrführer Sven Stonies. Sein Vorgänger Torsten Schöpp war ebenfalls vor Ort. Das Dach des Hauses wurde mit einer großen Motorsäge (Rettungssäge) geöffnet, um so das brennende Dämm-Material zu löschen. Wegen der starken Qualmentwicklung konnten die Löscharbeiten teilweise nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Insgesamt waren acht Atemschutztrupps im Einsatz.

„Zwar ist es uns gelungen die Wohnung selbst von Feuer sowie Wasserschaden zu verschonen, aber der durch das Feuer entstandene Sachschaden an der Fassade sowie am Dachstuhl des Hauses wird erheblich sein“, berichtet Sven Stonies. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten waren erst um 11:30 Uhr abgeschlossen. Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte vor Ort. Kompliziert war vor allem das in Stellung bringen der Drehleiter.

„Die Drehleiter, die in der sowie schon engen Straße aufgebaut werden musste, hatte nur knappe zwei Zentimeter Spielraum zu dem dahinter stehenden Carport. „Diese enge Bebauung ist eigentlich unzumutbar, weil wir gerade im Ernstfall keine Zeit für diese schwierige Millimeterarbeit haben“, so ein Feuerwehrmann. Personen wurden bei diesem Feuer zum Glück auch nicht verletzt. Wodurch das Feuer in der Mülltonne entstanden ist, ist noch unklar. „Zur Zeit kann als Brandursache ein mit Absicht hinein geworfener Böller, aber auch vielleicht nur nicht mehr bemerkte aber dennoch glimmende und entsorgte Feuerwerksreste möglich sein“, sagte ein Polizist.

Christian Nimtz

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