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Lauenburg Nachbarn retten Pferde vor Flammen – Familie unglaublich dankbar
Lokales Lauenburg Nachbarn retten Pferde vor Flammen – Familie unglaublich dankbar
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21:33 19.11.2018
Ein Feuer hat ein Stallgebäude in Duvensee nahezu komplett in Schutt und Asche gelegt. Quelle: Jens Burmester
Duvensee

 Ein Feuer hat in der Nacht zum Sonntag ein Stallgebäude in Duvensee in Schutt und Asche gelegt. Nachbarn hatten das Feuer bemerkt und sieben Pferde aus dem Gebäude gerettet. Rund 100 Feuerwehrleute waren bis in die späte Nacht im Einsatz und kämpften gegen die Flammen.

Für diesen Einsatz sind Katrin Plüschau und Telse Westphal, die Töchter des Hofbetreibers, sehr dankbar. „Wir können uns gar nicht genug bedanken“, sagte Katrin Plüschau am Montag. Sie selbst war am Wochenende durch das laute Knallen der Eternitplatten wach geworden. „Ich dachte erst, dass draußen jemand ein Feuerwerk macht“, sagte sie. Doch beim Blick aus dem Fenster hat sie das Feuer gesehen. Sie war sofort nach draußen gerannt und hat die 112 gewählt. „Dann funktioniert man einfach nur noch.“

Nachbarn retten Pferde aus brennendem Stall

Am Hof der Eltern angekommen sah sie, wie Nachbarin Franziska Wulf zusammen mit ihrem Freund und einem Bekannten die sieben Pferde retteten. „Der Stall stand schon lichterloh in Flammen, das ganze Dach brannte, als die drei die Pferde rausgeholt haben“, sagte Katrin Plüschau. „Hut ab, ich weiß nicht, ob jeder in das brennende Gebäude gegangen wäre, um die Tiere zu retten.“

Ob Franziska Wulf keine Angst bei der Rettungsaktion hatte? „Darüber denkt man in solchen Momenten gar nicht nach. Ich war einfach nur froh, dass wir alle Pferde retten konnten. Erst später haben wir darüber nachgedacht, was wir riskiert hatten“, sagte die Nachbarin. In Schlafanzügen seien sie in den Stall rein und hätten ein Pferd nach dem anderen rausgeholt. „Wir haben gehofft, dass wir alle retten können, bevor die Decke einstürzt“, sagte Franziska Wulf.

Großfeuer Duvensee

Brandursache ist noch unklar

Nicht nur bei den Rettern der Pferde, auch bei den zahlreichen Helfern möchte sich Katrin Plüschau bedanken. „Wir bekommen so viele Nachrichten mit Hilfsangeboten aufs Handy. Wir sind ganz gerührt.“ Und: „Vielen Dank an die Feuerwehren. Sie haben hier bei Eiseskälte, bei -4 Grad in der Nacht, stundenlang gelöscht.“

Die Eltern von Katrin Plüschau und Telse Westphal, die auf dem Hof leben, seien noch ganz schön geschockt. „Die müssen die Situation erst einmal verarbeiten“, sagt eine Tochter. Noch ist die Brandursache unklar. „Wir können uns gar nicht erklären, wie das Feuer ausbrechen konnte“, sagte Katrin Plüschau. Die Familie warte nun auf den zweiten Besuch der Kriminalpolizei und darauf, dass der einsturzgefährdete Giebel gesichert werde.

Jan Dresing/RND

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