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Lauenburg Nadelöhr Trittau: Verkehr in Richtung Norden bleibt stecken
Lokales Lauenburg Nadelöhr Trittau: Verkehr in Richtung Norden bleibt stecken
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02:20 02.07.2013
Von Jens Burmester
Gestern in Trittau: Stillstand in der Kirchenstraße. Quelle: Foto: jeb

Auf Trittaus Straßen herrscht seit gestern der Ausnahmezustand: Grund dafür ist die Vollsperrung der Bundesstraße 404, weil dort gestern die Arbeiten zum dritten Bauabschnitt, mit dem der dreispurige Ausbau der Bundesstraße fortgesetzt wird, begonnen haben. Gleichzeitig wurde auch ein Teil der Rausdorfer Straße voll gesperrt, weil auch hier dringende Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Für die Autofahrer wird Trittau nun also bis Mitte Oktober zur Geduldsprobe.

Am Montagvormittag ging in der Ortsdurchfahrt von Trittau fast nichts mehr. Autos und Lastwagen standen still. Dabei hatten es sich die Verantwortlichen von Gemeinde, Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) sowie der Polizei so gut ausgetüftelt. Die Autofahrer sollten den Raum Trittau möglichst weiträumig umfahren. Eine Umleitungsstrecke aus Richtung Berlin über die A24 bis nach Reinbek und dann über die K 80 zur Anschlussstelle Barsbüttel an der A1 und weiter bis zum Autobahnkreuz Bargteheide und umgekehrt wurde ausgewiesen. Rundfunksender machten immer wieder auf die Situation aufmerksam. Doch was nützt das alles, wenn sich viele Autofahrer und Trucker nicht daran halten und dann plötzlich vor der Baustelle stehen. So quälte sich der gesamte Verkehr, der sonst über die viel befahrene Nord-Süd Trasse B404 läuft, durch Trittau. Und das Chaos wurde noch verschärft, weil die Gemeinde zeitgleich die Rausdorfer Straße innerörtlich saniert.

Da zwei Sattelzüge kaum aneinander vorbeikommen, wichen immer wieder schwere Laster mit einer Achse auf den Gehweg aus. Und zum Überfluss waren die Fußgängerbedarfsampeln auf Höhe der Sparkasse und der Bücherecke Hagedorn nicht in die Ampelschaltungen einbezogen worden. Wenn ein Fußgänger die Ampel gedrückt hatte, stockte der Verkehr. „In der Anlaufphase müssen wir uns immer den Gegebenheiten anpassen. Die jetzigen Schaltungen sind so gesteuert, wie sie unseren Vorausberechnungen entsprechen“, sagt Jens Sommerburg, Leiter der LBV-Niederlassung in Lübeck. Hier werde sicherlich in den kommenden Tagen noch nachgebessert. Das scheint auch bitter nötig, denn Rolf Mulac aus Berlin brauchte fast 45 Minuten, bis er Trittau von einem bis zum anderen Ende durchfahren hatte. Er sei der Umleitungsbeschilderung gefolgt, erklärte er. Curt Fresmann, der einen Croque-Imbiss an der Hamburger Straße betreibt, ist stocksauer: „Bei solchen Verhältnissen kommt kein Mensch zum mir. Entweder kann man gar nicht erst auf den Parkplatz fahren, oder man käme kaum wieder herunter.“

Umleitung bis Oktober
Die Baumaßnahme „dreispuriger Ausbau der B 404“ zwischen Trittau-Nord und Trittau-Süd sowie die Erneuerung der Fahrbahndecke von Trittau-Nord bis zur Anschlussstelle Grönwohld haben ein Gesamtvolumen von 5,75 Millionen Euro. Die Fertigstellung und damit das Ende der Umleitungen sind für Ende Oktober geplant. jeb

Jens Burmester

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