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Lauenburg Nächste Elbe-Flut kommt
Lokales Lauenburg Nächste Elbe-Flut kommt
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20:10 08.01.2018
Lauenburg

Von Hektik ist allerdings nichts zu spüren, zumal der Scheitelpunkt in Dresden gestern erreicht war und damit die größte Unsicherheit aus den Prognosen genommen wurde. „Wir sind relativ entspannt, haben die Prognosen der Hochwasserzentrale aber im Blick“, sagte Reinhard Nieberg, der Leiter des Lauenburger Stadtentwicklungsamtes, gestern gegenüber den LN. Er geht von einem „normalen Winterereignis“ aus. Im Januar 2011 hatte die Elbe vor Lauenburg einen Wasserstand von 9,14 Meter erreicht, höchster Wert der vergangenen Jahre waren dann 9,64 Meter beim Hochwasser im Juni 2013. Die Rekordmarke stammt mit 9,88 Metern aus dem Jahr 1855. Nieberg: „Wir haben auch Kontakt zu den Kollegen am Rhein, die ja ihre neuen Flutwände aufbauen. Aber das wird bei uns nicht nötig sein.“ Mobile Wände gibt es in Lauenburg aber auch nur an der Palmschleuse.

„Bisher sehen wir keine große Gefahr. Aber es zeigt ja mal wieder, wie wichtig ein grundsätzlicher Schutz für unsere Altstadt ist“, sagte am Montagmorgen Sven Scharnweber, Anwohner der Elbstraße.

„Wäre der ganze Regen, den wir hier hatten, woanders gefallen, wären die Prognosen jetzt vielleicht deutlich anders“, so Scharnweber. Denn der Regen, der vergangene Woche für Überschwemmungen in der Region gesorgt hatte, hat auf die Elbe keinen Einfluss. Das Hochwasser im Fluss kommt aus dem Einzugsgebiet der Elbe, das sich vor allem in Tschechien befindet und in Ostdeutschland durch Zuflüsse gespeist wird. Scharnweber: „Ich hoffe, dass das Stauwehr in Geesthacht auch sinnvoll gesteuert wird, um für Abfluss zu sorgen.“

In Dresden stand der Pegel am Wochenende bei 3,31 Metern, normal sind 1,80 Meter. In Lauenburg wurde die Prognose seit vergangener Woche immer weiter nach oben angepasst, weil selbst für Dresden noch kein Höchststand absehbar war. Der wurde jetzt erreicht. „Ich gehe davon aus, dass wir hier nicht großartig aktiv werden müssen“, sagt Feuerwehrchef Lars Heuer. Erst ab neun Metern wird es wirklich kritisch. „Wir haben die Entwicklung im Auge und würden notfalls natürlich für eventuelle Einsätze bereit stehen“, so Heuer.

Um Evakuierungsfragen bei Hochwasserlagen geht es am Donnerstag, 18. Januar, (19 Uhr) in der Osterwold-Halle. Dann stellen Studenten ihre Erkenntnisse vor.

tja

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