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Lauenburg Neue Schulrätin: Oberstufen sind nicht überall nötig
Lokales Lauenburg Neue Schulrätin: Oberstufen sind nicht überall nötig
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00:00 25.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Mölln – Dass das Berufsbildungszentrum Mölln (BBZ), die größte Schule des Kreises, weit mehr als eine Berufsschule ist, machte jetzt deren Leiter Ulrich Keller deutlich. Er empfing die neue lauenburgische Schulrätin Katrin Thomas zu einem Informationsgespräch, bei dem es vor allem um die Zusammenarbeit zwischen dem BBZ und anderen Schularten ging.

„Es gibt schon sehr gelungene Kooperationen, aber es können noch mehr werden“, erklärte Keller. Das beziehe sich vor allem auf Gemeinschaftsschulen, die keine Oberstufe anbieten. Im Berufsbildungszentrum gibt es dagegen schon seit Jahren verschiedene Möglichkeiten, die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. „Wir sehen uns dabei nicht als Konkurrenz zu den Gymnasien, sondern haben eben ein anderes, gleichwertiges Angebot“, betonte der Schulleiter.

Die Kooperation mit anderen Schulen im Kreis sei sinnvoll und wünschenswert, sagte dazu Schulrätin Thomas. Dazu müsste der Informationsfluss noch intensiver werden, was schon bei der Lehrerausbildung beginnen könne: „Die organisatorische Trennung der Schularten in die Bereiche Allgemeinbildung und berufliche Bildung muss die handelnden Akteure verstärkt dazu animieren, die Berufsorientierung sowie die Übergänge zwischen den Systemen stetig zu verbessern sowie die Schularten insgesamt besser aufeinander abzustimmen.“

Als ein „Zusammenwirken mit Vorbildcharakter“ bezeichnete die Schulrätin die über Jahre gewachsenen Aktivitäten zwischen der Gemeinschaftsschule Mölln und dem BBZ insbesondere im Bereich der Berufsorientierung: „Die enge Verbindung zwischen BBZ und ausbildender Wirtschaft im Kreis ermöglicht der Schülerschaft gute Einblicke in zukünftige Berufe.“

Mit dem Besuch des BBZ habe die Schulrätin „ein wichtiges Signal des zukünftigen Kooperationswillens gesetzt“, lobte Keller. Auf die Frage nach weiteren Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung im Kreis verwies die Schulrätin auf das Angebot des BBZ, sich bei der Lehrerausbildung mit anderen Schulen auszutauschen.

Eigentlich ist Katrin Thomas für die Berufsschule gar nicht zuständig, denn die Schulaufsicht für Gymnasien und Berufsschulen mit gymnasialer Oberstufe liegt beim Schulamt in Kiel. Alle anderen Schularten fallen aber in ihren Wirkungsbereich, und deshalb unterstützt Katrin Thomas das BBZ bei seinem Bemühen, Eltern und Schüler so früh wie möglich über sein Angebot zu informieren: „Diese Fülle ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt.“ Genau richtig sei deshalb das Informationsangebot des BBZ, bei dem regelmäßig schon in den Grundschulen des Kreises Elternabende veranstaltet werden.

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