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Lauenburg Neuer Eisbrecher auf der Hitzler-Werft zu Wasser gelassen
Lokales Lauenburg Neuer Eisbrecher auf der Hitzler-Werft zu Wasser gelassen
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23:47 18.07.2016
Stapelhub auf der Lauenburger Hitzler-Werft: Für den Hamburger Hafen wurde ein 30 Meter langer Eisbrecher-Rohbau mit drei Kränen ins Wasser gesetzt. Quelle: Fotos: Timo Jann
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Lauenburg

Spektakulärer Kraftakt auf der Hitzler-Werft: Mit Hilfe von zwei Mobilkränen (220 und 400 Tonnen) sowie einem fest montierten Portalkran der Schiffbauhalle wurde am Sonnabend ein 150 Tonnen schwerer Eisbrecher-Rohbau zu Wasser gelassen. „Millimeterarbeit, alles hat vorne und hinten gepasst“, berichtete Werner Büker, technischer Leiter der Werft, zufrieden. Im Auftrag der Hamburger Hafenbehörde HPA baut die Werft seit 2014 an vier Eisbrechern. Der jetzt ins Wasser gehobene ist der vorerst letzte und bisher größte (30 Meter) des Auftrags.

Bislang größter Auftrag der Hamburger Hafenbehörde – Auftraggeber sehr zufrieden.

„Noch vor Weihnachten übergeben wir an die HPA.“Werner Büker,

Technischer Leiter

„Für uns ist das hier ein außergewöhnlicher Hub“, berichtete Wolfgang König von der Lüneburger Firma Bruns Krane, die die beiden Mobilkräne stellte. „Es ist nirgends großer Platz, da mussten wir das genau planen“, sagte er. Aber alles lief reibungslos, sieben Minuten nach dem Start des Kraftakts schwamm der Eisbrecher bereits im Wasser. „Jetzt läuft der Endausbau, noch vor Weihnachten werden wir ihn an die HPA übergeben“, so Büker.

Die beiden ersten Spezialschiffe wurden bereits 2015 ausgeliefert, das dritte Modell der Serie wird im Oktober übergeben. „Wir sind sehr zufrieden. So, wie wir es von Hitzler gewohnt sind“, lobte Wolfgang Knupper von der HPA das Projekt. Der neueste Eisbrecher heißt nach einem früheren Oberbaudirektor der Hafenbehörde „Johannes Dalmann“. Das Schiff wird von einem 1800 PS starken Schiffsdiesel angetrieben. Die HPA erneuert mit dem Eisbrecher-Programm die veraltete Flotte. 15 Millionen Euro kosten die vier Neubauten. Vor allem in den Eiswintern 2010 und 2012 hatte es bei entsprechenden Einsätzen im Hafen Defizite gegeben.

„Die Beschäftigungslage der Werft hier ist zurzeit gut, und wir sind auch für die Zukunft an einigen Ausschreibungen dran, zu den Details kann ich aber aktuell noch nichts sagen“, erklärte Franz-C.

Hitzler.

Unter anderem auch die HPA hat gerade eine interessante Ausschreibung laufen: Für den Hafen der Hansestadt soll ein 40 Meter langes Löschboot gebaut werden. Knupper: „Ich denke, dass wir im Oktober den Auftrag vergeben werden.“ Anschließend sollen auch zwei 30 Meter lange Mehrzweck-Löschboote geplant und ausgeschrieben werden. Eines davon soll ständig als Löschboot verfügbar sein, das zweite wird die HPA für andere Aufgaben nutzen und bei Bedarf für Löschaufgaben zur Verfügung stellen. Eine Rotation soll außerdem die Betriebsstunden gleichmäßig verteilen.

Am Eisbrecher „Johannes Dalmann“ arbeiten zurzeit 30 Mann der Werft. „Unser Vorteil ist, dass wir hier unter Dach in der Neubauhalle auch die Ausstattung fertigstellen können“, berichtete Büker.

 Timo Jann

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