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Lauenburg Neuer Nicolai-Kantor empfiehlt sich als ideenreicher Organist
Lokales Lauenburg Neuer Nicolai-Kantor empfiehlt sich als ideenreicher Organist
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20:43 02.08.2017
„Eine letzte Jazz-Variation zauberte vielen Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht und sorgte für einen zuversichtlich-beschwingten Abschluss.“ Hartmut Ledeboer
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Mit einem gehaltvollen Programm hat sich Thimo Neumann im zweiten Konzert der diesjährigen Sommermusiken als Organist präsentiert. Das Konzert stand unter dem Titel „Im Zeichen Martin Luthers“, und der neue Kantor an der St.-Nicolai-Kirche stellte mit „Ein feste Burg ist unser Gott“ den bekanntesten Choral des Reformators ins Zentrum des Abends. Praeludium und Fuge in Es-Dur aus dem dritten Teil der Clavier-Übungen von Johann Sebastian Bach bildeten den prachtvollen Rahmen. Mit gemessenem Tempo eröffnete Neumann das Konzert in klang- und würdevoller Atmosphäre.

In sich ruhend, mit eleganter melodischer Umspielung der Melodie „frei aus aller Not“, quasi die Sicherheit einer „festen Burg“ darstellend, schloss sich Dietrich Buxtehudes gleichnamiges Choralvorspiel an. Dramaturgisch geschickt stellte das Praeludium in e-Moll von Nicolaus Bruhns mit seinen chromatischen Spannungen und seiner Zerrissenheit diese Sicherheit umgehend in Frage. Mit „Prélude, Variations et Finale“ des Hamburger Organisten Andreas Willscher holte Neumann den Choral in die Jetztzeit. Farbig registriert mit knarzendem Bass wurden der „böse Feind“ und die Auseinandersetzung mit ihm musikalisch lebendig, bevor im Finale doch „Jesus Christus das Feld behält“.

„Praeludium, Fuge und Ciaconna“ in C-Dur von Buxtehude erlaubten dem Publikum ein entspanntes Durchatmen, bevor Thimo Neumann mit eigenen Improvisationen zum Lutherchoral erneut erst eine flirrende „Welt voll Teufel“ heraufbeschwor, die anschließend ausgesprochen „sau’r“ und unheimlich aus der Tiefe drohte. Eine letzte Jazz-Variation zauberte dann vielen Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht und sorgte für einen zuversichtlich-beschwingten Abschluss: „Das Reich muss uns doch bleiben“.

Die Fuge in Es-Dur von J.S. Bach griff die Ruhe und Größe des Anfangs wieder auf und rundete das Programm ab. Das Publikum in der gut besuchten St. Nicolai-Kirche dankte mit langanhaltendem Applaus.

LN

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