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Lauenburg Neues Heft widmet sich der Schiffswerft Basedow
Lokales Lauenburg Neues Heft widmet sich der Schiffswerft Basedow
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18:14 12.02.2018

„Aufgrund des ungünstigen Standortes, der nur sehr beschränkte Möglichkeiten bot, hatte die Werft dann aber keine große Perspektive“, erklärt Werner Hinsch, der Leiter des Lauenburger Schifffahrtsarchivs.

Hier gibt’s das neue Heft

Das Heft kostet sieben Euro und ist außer im Elbschifffahrtsmuseum an der Elbstraße 59 auch in der Schiffsbuchhandlung Fuchs am Rödingsmarkt 29 in Hamburg erhältlich. tja

Garbe wurde in Hitzacker geboren und wuchs dort auch auf. „Was an der Elbe los war, hat mich immer interessiert. Natürlich auch das Treiben auf der Werft“, berichtet der 77-Jährige. „Das Gelände war nicht eingezäunt, man konnte da dicht ran und gucken“, erinnert sich der Autor, der später zur See fuhr.

Basedow hatte unter anderem auf der Lauenburger Hitzler-Werft gelernt, war schon im Alter von 26 Jahren Schiffbaumeister. 1938 hatte er bereits erste Pläne für eine eigene Werft, konnte diese aber erst nach 1945 umsetzen. Zunächst erledigte er nur Reparaturen von durch Kriegseinwirkung beschädigten Schiffen, entwickelte aber auch eigene Binnenschiffe. 1948 lief der nachweislich erste komplette Neubau vom Stapel, die Barkasse „Evelore“. „Mit dem Inkrafttreten weiterer Erleichterungen für Schiffsneubauten nach dem Krieg durch die Siegermächte setzte ein Wettlauf der Reeder um Werftkapazitäten ein“, sagt Garbe. Nach einigen Umrüstungen konnten in Hitzacker auch Küstenmotorschiffe gebaut werden. Das 1952 als „Cremona 2“ erste vom Stapel gelaufene Küstenmotorschiff ist unter dem Namen „Steur“ nach mehreren Umbauten noch heute im Einsatz.

Die Werft am Weinberg in Hitzacker boomt, stand jedoch im Widerspruch zum bereits laufenden Kurbetrieb im Ort. „Die Zeit des Schiffbaubooms in Hitzacker war mit etwa vier Jahren extrem kurz, aber durchaus produktiv. Man kann heute kaum erahnen, unter welchen schwierigen Bedingungen dort die Schiffe gebaut wurden“, sagt Garbe.

1954 verlängerte der „Kreisbeschlussausschuss“ die Betriebsgenehmigung für die Werft nicht mehr. Basedow zog mit seiner Werft nach Burg in Dithmarschen um, doch die Pläne dort erledigten sich nach dem plötzlichen Tod des Schiffbaumeisters 1959.

„Ich habe 30 Jahre lang die Geschichte der Werft und den Verbleib der Schiffe erforscht“, berichtete Garbe jetzt bei der Präsentation des 16. Heftes der Schriftreihe. Er geht davon aus, dass sich jetzt noch weitere Informationen auftun dürften. „Ich bin stolz auf das neueste Heft. Mit unserer Reihe erhalten wir Dinge in Wort und Bild, die sonst in Vergessenheit geraten würden“, sagte Markus Reich, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums.

tja

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