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Lauenburg Neues Reinigungskonzept für den Möllner Schulberg
Lokales Lauenburg Neues Reinigungskonzept für den Möllner Schulberg
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22:29 09.11.2017
Über die Reinigung der städtischen Gebäude auf dem Schulberg gibt es seit Jahren Beschwerden. Jetzt soll das Problem endlich gelöst werden. Quelle: Fotos: Grombein

„Für die komplette Umstellung auf Eigenreinigung hätten wir 40 Reinigungskräfte einstellen müssen. Die findet man in Mölln nicht“, sagt Kirsten Patzke, stellvertretende Vorsitzende des Möllner Hauptausschusses. Die Lehrerin am Marion-Dönhoff-Gymnasium muss es wissen. Von ihrer Fraktion kam im Gremium damals der Antrag darauf, komplett auf Eigenreinigung an den städtischen Schulen umzustellen. Den Grund kennt Horst Kühl (CDU), Vorsitzender des Hauptausschusses: „Wir werden die Verträge nun so gestalten, dass man möglichst zügig wieder herauskommen kann, wenn die Reinigung nicht klappt. Man wolle nicht mehr jahrelang hinterher betteln, wenn es nicht funktioniere. Eigenreinigung soll es in der Till-Eulenspiegel-Grundschule und dem Förderzentrum Astrid-Lindgren-Schule geben. Über Fremdreinigung sollen die Sporthallen, die Mensa, das Jugendzentrum, die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium gesäubert werden. Diesen Vorschlag hatte die „Firma Lean Consulting Nord oHG“ in ihrem Gutachten gemacht. Sie hatte auch die Kosten mehrerer Varianten gegenübergestellt.

 

Horst Kühl (CDU) leitet den Hauptausschuss.

Fremdreinigung in den Schulen hatte es bereits seit Jahren mit mehreren Firmen gegeben. Doch es gab auch Beschwerden. „Wir haben darum gekämpft, dass wir Firmen heraus bekommen. Das klappte jedoch aufgrund der Verträge nicht“, erklärt Kühl. Man habe deshalb die Notbremse gezogen, indem man die komplette Umstellung auf Eigenreinigung diskutiert habe. Die Situation sei trotz dieses Beschlusses noch immer nicht gut, so Patzke, die sich als Lehrerin jeden Tag auf dem Schulberg bewegt.

Nun müsse eine Ausschreibung erfolgen, und es müssten gemäß des Gutachtens geeignete Verträge ausgehandelt werden. „Meine Fraktion hat im Hauptausschuss auch darauf gedrängt, dass zukünftig von Seite der Stadt kontrolliert wird, ob die Reinigungsfirmen den Leistungskatalog vernünftig bearbeiten“, sagte die Sozialdemokratin. Das Bauamt habe diese Kontrollen zugesagt.

Die neuen Verträge sollen Sanktionen für Reinigungsfirmen beinhalten, falls es zu Mängeln kommt. „Ich bin zuversichtlich“, sagt Patzke. Und auch Kühl meint: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Alles soll jetzt besser werden.“ Nun bleibt abzuwarten, wie zügig die Verwaltung neue Reinigungsverträge aushandelt.

Aus der Beschlussvorlage

Den Empfehlungen von „Lean Consulting Nord“, die Gebäude des Schulbergs nicht komplett auf eine Eigenreinigung umzustellen, folgt die Verwaltung uneingeschränkt. Eine derart hohe Anzahl neuer städtischer Mitarbeiter in einem Bereich mit vergleichsweise hoher Fluktuation sei nicht nur für den Fachdienst Immobilien, sondern auch für den Fachdienst Personal eine deutliche und dauerhafte Zusatzbelastung, heißt es in der Beschlussvorlage.

 Florian Grombein

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