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Lauenburg Neues Tourismuskonzept setzt auf Radfahrer
Lokales Lauenburg Neues Tourismuskonzept setzt auf Radfahrer
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22:25 17.08.2017
Der Radwanderweg am Elbe-Lübeck-Kanal zählt zu den beliebtesten Radwegen im Kreis. Insgesamt ist der Randwandertourismus allerdings noch ausbaufähig. Er soll ein Schwerpunkt der neuen Tourismusstrategie sein. Quelle: Foto: Ln-Archiv

Das neue Strategiepapier soll an das 2009 verabschiedete Tourismuskonzept anschließen. Das acht Jahre alte Werk gilt weitgehend als abgearbeitet. „Wir stoßen mit unserem bisherigen Entwicklungskonzept an unsere Grenzen“, sagte Günter Schmidt, Geschäftsführer der kreiseigenen Herzogtum Lauenburg Marketing und Service-Gesellschaft HLMS, bei einem Besuch des Wirtschaftsministers Bernd Buchholz (FDP) in Mölln. Daher sei geplant, noch dieses Jahr ein neues Strategiepapier zu erstellen.

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Papier derzeit in Abstimmung mit Wirtschaftsministerium – Minister lobt konzeptionelle Arbeit im Kreis – Fördermittel für Radwege möglich.

Standen vor acht Jahren noch die Produktlinien „Aktiv“ und „Erholen“ mit den dazugehörigen Themen wie die Konzentration auf Kurz- und Tagesreisen im Mittelpunkt der Marketingausrichtung, soll ein künftiger Schwerpunkt der Fahrradtourismus sein. „Der Fahrradtourismus ist ein typisches Binnenland-Thema“, sagte Schmidt. Der Kreis habe touristisch in den vergangenen Jahren die gewerblichen Übernachtungszahlen von 520000 auf mehr als 650000 pro Jahr gesteigert.

„Bezeichnend ist für den Kreis das kontinuierliche Wachstum von jährlich vier Prozent“, lobte Buchholz bei seinem Besuch. Der Minister verwies darauf, dass der Tourismus in Schleswig-Holstein derzeit zwar boome, dies aber auch viel mit der aktuellen weltpolitischen Lage zu tun habe, „von der wir wissen, dass sie uns nicht ewig Gäste an die Strände und ins Land spülen wird“. Es gehe daher darum, wie das Wachstum unabhängig davon verstetigt werden könne.

„Wir haben hier im Kreis Herzogtum Lauenburg in einer Binnenlandregion eine gute nachhaltige Wachstumssituation. Das ist für Binnenlandtourismus nicht selbstverständlich.“ Wesentlich sei die Entwicklung auch der Tatsache geschuldet, dass man 2009 sehr konsequent und sehr ordentlich mit einem touristischen Entwicklungskonzept Ziele und Schwerpunkte definiert habe und dieses seitdem nahezu abgearbeitet habe.

Für die nächste Entwicklungsstufe sei nun ein neues Konzept erforderlich und das werde das Land auch unterstützen, versprach Buchholz. Das gelte für die Erstellung aber auch für die Umsetzung, wenn die Voraussetzungen dann auch dafür vorhanden seien. Radverkehr und Radfahrtourismus spiele dabei offensichtlich eine bedeutende Rolle. Das decke sich insgesamt auch mit der Tourismusstrategie des Landes. Dabei gehe es dann auch darum, wie die entsprechende Infrastruktur geschaffen werde. Möglicherweise könnten so auch Radwege als touristische Maßnahmen gefördert werden. Voraussetzung sei aber immer die touristische Gesamtkonzeption.

Mehr Infos unter www.hlms.de

Holger Marohn

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