Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Neues Trauercafé für Lauenburg in der Awo-Begegnungsstätte
Lokales Lauenburg Neues Trauercafé für Lauenburg in der Awo-Begegnungsstätte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:24 19.11.2016
Claudia Löding (li.), Quartiersmanagerin für Lauenburg Mitte, und Gabriele Benthack vom Freundeskreis Hospiz Geesthacht. Benthack lädt gemeinsam mit ihrer Kollegin Jutta Mikosch monatlich Trostsuchende ein. FOTO: STEFANIE ENDER

. Wer um einen geliebten Menschen, seine verlorene Arbeit oder Gesundheit trauert, findet nun Trost in Lauenburg. Die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen Gabriele Benthack und Jutta Mikosch laden einmal im Monat zum Austausch im Trauercafé.

„Wir möchten einen Raum für vertrauliche Gespräche anbieten“, sagt Gabriele Benthack vom Freundeskreis Hospiz Geesthacht. In der Awo-Begegnungsstätte am Büchener Weg 8a wird sie mit ihrer Kollegin Jutta Mikosch jeden zweiten Sonntag im Monat bei Kaffee und Kuchen Gespräche führen. „Ich freue mich riesig, dass wir nun endlich auch ein Trauercafé in Lauenburg bekommen. Ich kenne einige Lauenburger, die sonst nach Geesthacht zum Trauercafé gefahren sind“, sagt Claudia Löding, Quartiersmanagerin für Lauenburg Mitte.

Im Oktober sind die unverbindlichen und offenen Treffen gestartet, jeder ist eingeladen. „Hier ist alles streng vertraulich und wer nichts sagen möchte, kann auch einfach nur zum Zuhören kommen“, sagt Gabriele Benthack. Denn für jedes Treffen hat sie auch einiges vorbereitet. So liest sie am 13. November das „Märchen von der traurigen Traurigkeit“ von Inge Wuthe.

Die ausgebildete ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleiterin beschäftigt sich schon seit Jahren mit den Themen Tod und Verlust. Sieben Jahre arbeitete sie als grüne Dame im Krankenhaus Hamburg-Bergedorf: Dort besuchte sie Menschen am Krankenbett. Mittlerweile ist sie im ambulanten Hospizdienst tätig und begleitet Sterbende und Angehörige.

„Ich gehe direkt zu den Menschen nach Hause. In einem aktuellen Fall betreue ich hauptsächlich die Angehörigen, weil die sterbende Person für sich sein möchte.“ Und so weiß sie von den verschiedenen und manchmal auch widersprüchlichen Gefühlen, die Menschen bekommen, wenn sie einen schmerzhaften Verlust erleben.

„Zum Treffen im November werden wir gemeinsam überlegen, was bei Trauer Trost spenden kann“, sagt sie. Auch Trauerrituale, wie Kerzen anzünden, gehörten dazu. Und gerade der Sonntag sei ein Wochentag, an dem Trost nötig ist: „Wir haben die Treffen auf Sonntag gelegt, weil ihn viele Trauernde nicht mit ihren Familien verbringen können. Wir wollen ein Anker für sie sein“, sagt Claudia Löding. Sollten Teilnehmer nach den Treffen aufgewühlt sein, werden sie nicht alleine gelassen. Sie können die Trauerbegleiterinnen des Freundeskreises Hospiz Geesthacht unter Telefon 04 52/

836902 erreichen.

Fünf Städte im Kreis – fünf Stätten der Begegnung für Trauernde

Das Lauenburger Trauercafé findet in diesem Jahr noch zweimal statt, nämlich am 13. November und 11. Dezember, jeweils von 15 bis 17 Uhr in der Begegnungsstätte BeLaMi, Büchener Weg 8a.

In Geesthacht findet das Trauercafé jeden 4. Montag (15-17 h) im Monat im Gemeindehaus der Christuskirche, Neuer Krug 4, statt.

Das Ratzeburger Trauercafé öffnet jeden 1. Montag (15-17 h) im Monat im Ansverus Gemeindehaus in der Mechower Straße 2-4.

In Mölln gibt es jeden 1. Dienstag (15-17 h) im Monat ein Trauercafé in der Kibis-Selbsthilfeberatung im Wasserkrüger Weg 7.

Das Trauercafé „Lichtblicke“ in Schwarzenbek findet an jedem ersten Mittwoch im Monat, ebenfalls von 15 bis 17 Uhr, in der Senioren-Residenz Sankt Franziskus, Berliner Straße 4, statt.

Stefanie Ender

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großübung des Rettungsdienstes am Möllner Schulberg.

19.11.2016

Heute geht das Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit zu Ende. Das Oberhaupt der katholischen Kirche feiert und schließt offiziell die Pforte der Barmherzigkeit. Nicht alle Menschen konnten nach Rom fahren.

19.11.2016

Ergebnis der Wahl gleicht einer Bestrafung durch die Mitglieder des Verbandes.

19.11.2016
Anzeige