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Lauenburg Neues WfL-Heft soll Azubis im Kreis halten
Lokales Lauenburg Neues WfL-Heft soll Azubis im Kreis halten
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20:12 16.09.2016

Seit mehr als zwei Wochen läuft das neue Ausbildungsjahr. Doch immer noch sind mehr als 200 Leerstellen im Kreis unbesetzt. Ein Problem: Viele Schulabgänger wandern für ihre Ausbildung in die Nachbarkreise und nach Hamburg ab. Um das zu ändern, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft eine neue Initiative gestartet.

Nina Warncke und Fanny Doll haben die neue Ausbildungsbroschüre mit WfL-Geschäftsführer Ulf Hahn konzipiert. Quelle: Holger Marohn

Berufliche Chancen

34 Betriebe stellen sich in der neuen Ausbildungsbroschüre „Berufliche Chancen im Kreis Herzogtum Lauenburg“ vor. Das 40-seitige Heft der Wirtschaftsförderung WfL hat eine Auflage von 3500 Exemplaren.

„Angesichts des bereits jetzt bestehenden Fachkräftemangels sind die Betriebe im Kreis auf die Schulabgänger der Schulen hier angewiesen“, sagt WfL-Geschäftsführer Ulf Hahn. In Gesprächen mit den Betrieben in den vergangenen Monaten sei das Fachkräfteproblem immer wieder ein Thema gewesen. Besonders schmerze es da, wenn die grundsätzlich weniger werdenden Schulabgänger auch noch schon zur Ausbildung abwanderten, sagt Hahn.

Mit einer 40-seitigen Broschüre, in der sich 34 Unternehmen vom Landhandel über Handwerksbetriebe bis zum Hightech-Unternehmen und Verwaltungen mit ihren Ausbildungen vorstellen, will die Wirtschaftsförderung da zum Ausbildungsjahr 2017 gegensteuern. Seit gestern wird ein Großteil der 3500 Exemplare persönlich von Hahn an die Schulleiter der Gemeinschaftsschulen ausgegeben.

„Wir haben bewusst die Papierform gewählt, damit die Schulabgänger gemeinsam mit ihren Eltern hinsetzen und informieren können“, sagt Hahn. Schließlich sei eine genaue Information über den Ausbildungsberuf eine wichtige Voraussetzung für einen späteren Erfolg. Bei Betrieben wie Schulen sei die Aktion gut aufgenommen worden. Gerade bei den Gemeinschaftsschulen sei zu merken, dass diese ein großes Interesse hätten, dass ihre Schulabgänger gut unterkommen würden. Letztlich habe man sich bei dieser ersten Aktion daher auch auf diese Schulart beschränkt. Zu Ausbildungsbeginn waren noch 303 Jugendliche im Lauenburgischen auf der Suche. In über 60 Berufen gibt es laut Arbeitsagentur noch Ausbildungsplätze für einen sofortigen Einstieg.

Holger Marohn

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