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Lauenburg Möllner Ferienbetreuung: Kinder aus Umlandgemeinden zahlen mehr
Lokales Lauenburg Möllner Ferienbetreuung: Kinder aus Umlandgemeinden zahlen mehr
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19:15 08.02.2019
Die Stadtvertretung Mölln tagte in Rekordzeit: Nur 23 Minuten benötigte man für die Tagesordnung mit 21 Punkten. Quelle: fotos: Matthias Schütt
Mölln

Einige Eltern, deren Kinder demnächst die offene Ferienbetreuung der Stadt Mölln in Anspruch nehmen wollen, werden sich über höhere Rechnungen für die Unterbringung wundern. Am Donnerstagabend beschloss die Stadtvertretung von Mölln auf ihrer ersten Sitzung 2019 eine Neufassung der entsprechenden Satzung, die erstmals unterscheidet zwischen Kindern mit Wohnort Mölln und auswärtigen. Wurde bisher für alle Kinder der Möllner Schulen derselbe wöchentliche Teilnahmebetrag von 50 Euro berechnet, so müssen auswärtige Kinder in Zukunft 80 Euro dafür bezahlen. Die offene Ferienbetreuung ist ein Angebot der Stadt Mölln in den Frühjahrs-, Sommer- oder Herbstferien und soll einen verlässlichen Betreuungsrahmen für die Kinder berufstätiger Eltern schaffen.

Gleichberechtigung ade

Damit rückt die Stadt von der bisherigen Regel ab, alle Kinder an Möllner Schulen gleich zu behandeln. Nunmehr ist vorgesehen, dass für Kinder mit Wohnsitz Mölln grundsätzlich Vorrang besteht, falls es mehr Bewerbungen als Plätze gibt. Der zuständige Ausschuss für Schulen, Sport, Jugend und Soziales hatte Ende Januar die Vorlage der Verwaltung beraten, die jetzt ohne weitere Diskussion von den Stadtvertretern beschlossen wurde. Für die Osterferien sind 15 Kinder angemeldet, sieben davon aus Mölln. Für die Sommerferien gibt es 22 Interessenten, 15 davon aus Mölln. Für den Herbst lauten die Zahlen 19 und 10. Insgesamt stehen in Mölln 15 Betreuungsplätze bereit. „Die Möllner Kinder können wir also alle unterbringen. Kostendeckend kann so eine Ferienbetreuung nicht sein. Sonst könnten sich die Eltern diese nicht leisten“, sagt Bürgermeister Jan Wiegels auf Anfrage.

Diese Neufassung war einer von 21 Tagesordnungspunkten, die in gerade einmal 23 Minuten abgearbeitet wurden. „Ein Rekord“, wie Bürgervorsteher Jan Frederik Schlie stolz verkündete. Die meisten TOP waren Satzungsänderungen; die Berichte von Bürgermeister Jan Wiegels und Schlie fielen sehr kurz aus. Etwas mehr Zeit nahm sich die Versammlung für die Tätigkeitsberichte der Gleichstellungsbeauftragten Edelgard Jenner sowie des Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Thorsten Blasey.

Mehr Behindertenbeauftragte für Kreis-Ämter

Er nannte als Höhepunkte für 2018 die Anschaffung einer Badeliege als Schwimmhilfe in der Möllner Welle, die barrierefreie Komplettsanierung der Massower Straße und die Mitwirkung im Kreisaktionsplan Inklusion. Dieser Plan soll dazu führen, dass in allen Ämtern des Kreises Beauftragte für Menschen mit Behinderung bestellt werden. Bisher gibt es sie laut Blasey nur in den Städten Mölln, Geesthacht, Lauenburg, Schwarzenbek sowie im Amt Büchen.

Nach seinem Bericht wurde Blasey einstimmig für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Matthias Schütt

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