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Lauenburg „Nico meets Fatih“ bildet Auftakt für Austausch der Religionen in Mölln
Lokales Lauenburg „Nico meets Fatih“ bildet Auftakt für Austausch der Religionen in Mölln
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20:13 18.04.2016
„Alle mal Cheeeese!“ — Zum Abschluss gab es das obligatorische Selfie-Foto. Quelle: hfr

Äußerst lebhaft ging es zu, als 50 Konfirmanden und muslimische Jugendliche in der Möllner Moschee türkische Pide für sich und die ehrenamtlichen Helfer vorbereiteten. Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Nicolai und die Ditib Islamisch-Türkische Gemeinde der Fatih Sultan Moschee hatten den interreligiösen Begegnungstag im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ organisiert. Bereits 2014 fand ein solcher Austausch statt, der dieses Mal gemeinsam von Ercan Kök und Pastor Matthias Lage mit seinem Team vorbereitet und von weiteren Ehrenamtlichen aus beiden Gemeinden sowie Imam Osman Celik begleitet wurde.

„Es gab kein Eis zu brechen, denn die Kinder und Jugendlichen sind befreundet oder kennen sich aus der Schule“, beschreibt Ercan Kök das Zusammentreffen. Sich mit der Religion des anderen in einem persönlichen Rahmen auseinanderzusetzen, war dennoch für viele eine neue Erfahrung, auch wenn ein Großteil bereits einmal eine Moschee oder Kirche besucht hatte. So ging es nach dem gemeinsamen Zubereiten des Mittagessens auf gegenseitige Erkundungstour in die jeweiligen Glaubenshäuser und der Frage nach, wer eigentlich die Namensgeber „Nico“ und „Fatih“ sind.

Dabei wurde auch in den Kleiderschrank des Imams geschaut oder die Kanzel in der Kirche bestiegen.

„Mich freut besonders, dass die Wiederaufnahme des Begegnungstages dazu beigetragen hat, dass gemeinsame Veranstaltungen nun regelmäßig angedacht sind — vielleicht bereits zur Fußball-EM, spätestens aber im nächsten Jahr zur dritten Ausgabe von ,Nico meets Fatih‘“, sagte Sara Opitz vom Kreisjugendring, der lokalen Koordinierungsstelle „Demokratie leben!“. Nach dem obligatorischen Selfie wurde der Tag mit den ofenfrischen Pide genauso turbulent abgeschlossen wie begonnen und ein positives Résumée gezogen.

Wenn auch Sie, liebe LN-Leser, Ihr Verein oder Ihre Initiative eine Projektidee haben, um Demokratie lebendig zu gestalten, dann steht Ihnen Sara Opitz vom Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg beratend unter koordination@kjr-herzogtum-lauenburg.de oder Tel. 0152/56312102 zur Verfügung. Die Projektanträge sollten bis zur nächsten kreisweiten Begleitausschusssitzung am Dienstag, 14. Juni, eingereicht werden. Weitere Infos unter www.demokratiepartnerschaften-im-lauenburgischen.de. „Demokratie leben!“ wird gefördert vom Bundesfamilienministerium.

LN

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