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Lauenburg Nina Scheer: Unser Plan B in Berlin sind Neuwahlen
Lokales Lauenburg Nina Scheer: Unser Plan B in Berlin sind Neuwahlen
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20:42 06.11.2017
Die neue Kreisvorsitzende Nina Scheer (links) bedankt sich bei ihrer Vorgängerin Birgit Wille für deren Engagement. Quelle: Fotos: Jens Burmester

„Die SPD ist keine One-Man- Show“, war ein Kernsatz, mit dem die Politikerin in ihre Rede einstieg. Die Partei müsse sich weiblicher und jünger aufstellen. Und man müsse mehr Mitglieder für Parteiarbeit begeistern. „Etwa 80 Prozent unserer Mitglieder sind nicht aktiv“, erklärte Midyatli. In den vergangenen Wochen und Monaten seien viele neue Mitglieder aufgenommen worden, was durchaus Mut für die Zukunft mache. „Unsere Partei ist nicht abgeschrieben. Wir dürfen aber neue Ideen nicht gleich abtun und verwerfen. Ganz im Gegenteil. Wir müssen neue Möglichkeiten suchen. Schließlich hat sich viel verändert und wir haben doch längst andere Vorstellungen als noch vor wenigen Jahren“, sagte die Landespolitikerin.

Bevor Nina Scheer auf dem Kreisparteitag in Mölln am Wochenende zur neuen Kreisvorsitzenden der SPD gewählt wurde, sprach die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag Serpil Midyatli über die Partei und wie man sich in Zukunft aufstellen und präsentieren sollte.

Natürlich seien die beiden letzten Wahlen nicht gut gelaufen. Bis zur Kommunalwahl im kommenden Jahr solle allerdings vieles besser werden, versprach Midyatli. Man wolle sich damit auf dem anstehenden Landesparteitag beschäftigen. „Wir sollten uns Zeit nehmen, uns neu aufzustellen.“ Midyatli wünsche sich, dass man nicht nur von der Basis sondern auch von den Vorständen Geschlossenheit erwarten könne. In Vorbereitung auf ihre Rede hatte ihr achtjähriger Sohn Altan ihr über die Schulter geschaut. Und als sie von der bevorstehenden Wahl Nina Scheers erzählte, habe der ganz salopp gesagt: „Sie wird das schon weise machen.“

Auch wenn die neue Vorsitzende Nina Scheer (82 Prozent Zustimmung) nicht alle Delegierten hinter sich bringen konnte, war sie dennoch glücklich über das Wahlergebnis und freute sich auf die neue Aufgabe. Auf die Frage aus den Reihen der Delegierten, ob es denn in Berlin einen Plan B gebe, falls die Verhandlungen über eine mögliche Jamaika-Koalition scheiterten, sagte die Bundestagsabgeordnete knapp: „Plan B sind Neuwahlen.“

Gabriele Hiller-Ohm aus Lübeck, wie Scheer auch Bundestagsabgeordnete, sagte in ihrem kurzen Grußwort: „Ich kann es nicht begreifen, dass von unserer Partei Wähler zur FDP abgewandert sind.“

Das schockiere sie deutlich mehr, als die Wählerwanderung zur AfD. Auf den Punkt brachte es Matthias Esche: „Wir müssen uns für das Vertrauen bei den Wählern bewerben, um wieder nach vorn zu kommen.“ Manfred Börner aus Ratzeburg, wie Esche zum Kreisvize gewählt, sagte: „Streit ist das eine, der Umgang miteinander das andere.“

Die neue SPD-Kreischefin

Dr. Nina Scheer wurde am 11. September 1971 in Berlin geboren. Die Mutter einer 13-jährigen Tochter lebt inzwischen in Siebeneichen. In die SPD trat die studierte Musikerin und promovierte Politikwissenschaftlerin im Jahr 1987 ein.

2013 und 2017 zog Scheer jeweils über die Landesliste in den Bundestag ein. Zur Kreisvorsitzenden der lauenburgischen SPD ist die 47-Jährige jetzt erstmals gewählt worden.

Jens Burmester

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