Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Noch 18 Azubi-Plätze im Handwerk frei
Lokales Lauenburg Noch 18 Azubi-Plätze im Handwerk frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:32 19.09.2016

18 Ausbildungsplätze sind aktuell bei den lauenburgischen Handwerksbetrieben noch unbesetzt. „Es gibt für Schulabgänger noch die Chance, spontan einzusteigen“, erklärt Kreishandwerksmeister Markus Räth aus Büchen beim Tag des Handwerks in Lauenburg. Das Handwerk sucht nicht nur händeringend Nachwuchs – selbst ausgebildete Gesellen seien im Handwerk zurzeit Mangelware. „Da ist auf dem Markt nichts zu kriegen“, berichtete Daniel Schilloks, Zimmerermeister aus Lauenburg. Sein Kollege Marcus Krajewski aus Lauenburg pflichtete ihm bei. Folge: Die Auftragsbücher sind so voll wie nie, Kunden müssen lange auf die Ausführung ihrer Arbeiten warten. Krajewskis Mitarbeiter haben aktuell vor allem mit Gebäudesanierungen zu tun. „Neue Dächer, neue Fenster, neue Türen, oft vermitteln wir auch noch Wärmedämmungen.“

„Zwölf Prozent der Azubis haben Abitur. Das ist auch gut so. “Marcus Räth, Kreishandwerksmeister

Ein Trend, den Thomas Göthling, Vorstand der Raiffeisenbank Lauenburg, bestätigt. „Die Menschen investieren in Betongold“, sagt Göthling. Das Geld auf dem Sparbuch bringe zurzeit so gut wie keine Zinsen. Da machten die Menschen ihre Häuser schön. „Um all die Aufträge erledigen zu können, fehlen uns aber schlichtweg die Fachkräfte“, berichtete Marion Fuchs, die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. Mit mehr Auszubildenden als bisher – gut 4000 Ausbildungsverträge wurden im Kammerbezirk 2016 abgeschlossen – versucht die Branche, gegenzusteuern. „Wir müssen schon bei den Kindern anfangen, sie fürs Handwerk zu begeistern“, so Marion Fuchs. Daniel Schilloks hofft, dass sich die Branche bald von ihrem angestaubten Image verabschieden wird. „Was wir tagtäglich tun, hat mit modernster Technik zu tun. Wir arbeiten mit Computern und mit lasergesteuerten Sägen. Das ist für junge Menschen eigentlich sehr interessant, nur wissen sie davon oftmals nichts.“ Räth setzt darauf, dass man auch Hauptschülern den Berufseinstieg bieten könnte. 43 Prozent der Ausbildungsverträge wurden mit Hauptschülern abgeschlossen. „Zwölf Prozent der Azubis haben Abitur. Das ist gut so, wir brauchen ja auch junge Mitarbeiter, die einen Schritt weitergehen können“, so Räth. So könnte man heute bereits die Ausbildung mit einem parallelen Studium zum Bauingenieur verbinden.

Timo Jann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dirk Petersen setzte sich klar gegen Andreas Hein durch.

19.09.2016

Dank und Lob bei Regionalkonferenz „Integration“ in Ratzeburg.

19.09.2016

Das vierte Kunstgespräch in diesem Jahr bei Hans und Heidrun Kuretzky in der Werkstatt (Möllner Straße 23 in Borstorf) geht um Heinrich Heines ABC.

19.09.2016
Anzeige