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Lauenburg Nur in Extremsituationen sind Wildschweine wirklich gefährlich
Lokales Lauenburg Nur in Extremsituationen sind Wildschweine wirklich gefährlich
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18:20 05.03.2016

Früher gab es nur im Frühling Frischlinge, heutzutage kann es fast das ganze Jahr über Nachwuchs beim Schwarzwild geben, vielleicht wegen des reichlichen Futterangebots auf den Maisfeldern. Kurz vor der Geburt sondert sich die Bache von der Rotte ab und baut ein Nest, den sogenannten Wurfkessel. Sie trägt einen Haufen von Zweigen zusammen, wühlt sich mitten hinein und polstert die entstehende Höhlung mit Gras aus. Die ersten Tage nach der Geburt lässt die Bache die kälteempfindlichen Frischlinge nur für kurze Zeit allein. Wenn sie die Kleinen nach ein bis drei Wochen vom Nest wegführt, kommt die gefährlichste Zeit, denn eine Nässeperiode würden viele Frischlinge nicht überleben.

Wenn Spaziergänger und Jogger erfahren, dass es im Wald freilebende Wildschweine gibt, haben sie nicht selten die Vorstellung, eine Bache könne unversehens aus dem Unterholz hervorbrechen, um sie anzugreifen. In Wirklichkeit ist das Schwarzwild sehr scheu und flieht lange bevor man es zu sehen bekommt. Nur in Extremsituationen kann eine Bache wirklich gefährlich werden, zum Beispiel wenn man außerhalb der Wege in abgelegenen Waldstücken zufällig auf einen Wurfkessel stößt oder zwischen Bache und Frischlinge gerät. Besonders ein mitgeführter Hund kann die Bache dann in Rage bringen. Also:

Hunde im Wald anleinen und von März bis Juni auf den Wegen bleiben. Auch andere Wildtiere brauchen dann Ruhe.

Von Karsten Gärtner

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