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Lauenburg Nusser Polizei ist umgezogen – aber nur vorübergehend
Lokales Lauenburg Nusser Polizei ist umgezogen – aber nur vorübergehend
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20:33 27.12.2017
Auch die ehemalige Filiale der Raiffeisenbank in der Nusser Hauptstraße in Nusse steht leer und ist offenbar eine Option für die Polizei in Nusse.
Nusse

Es ist nur eine vorübergehende Lösung, die jetzt vollzogen wurde. Die beiden Beamten Markus Zierke und Wolfgang Zymelka versehen ihren Dienst nun im Schulgebäude. Dort ist in einem Raum das Bürgerbüro des Amtes Sandesneben-Nusse untergebracht und seit wenigen Tagen nun in einem anderen Raum auch die Polizeistation. Draußen am Haus ist schon längst das Schild „Polizei“ angebracht. Wer allerdings zur Station selbst möchte, muss an der Eingangstür klopfen. Ein zweites Schild weist darauf hin, dass es noch keine Klingel gibt.

Die Polizeistation Nusse ist umgezogen. Der Umzug wurde notwendig, da der Mietvertrag im Haus der Stadtwerke Media ausgelaufen war. Ursprünglich sollte die Zwei-Mann-Station geschlossen werden, doch die neue Landesregierung hatte zuletzt anders entschieden.

Zwei Beamte pro Station

Im gesamten Land Schleswig-Holstein gibt es derzeit nur drei Polizeidienststellen, die mit zwei Beamten besetzt sind. Neben der Station in Nusse sind das die Polizeistationen in Brande-Hörnerkirchen (gehört zum Polizeirevier Elmshorn) und die Polizeistation Hutzfeld (Polizeirevier Eutin).

Wie lange die Übergangslösung andauert, weiß unterdessen noch niemand. Für einen endgültigen Umzug müssen noch entsprechende Räume und eine Garage für den Streifenwagen gefunden werden. Zuständig hierfür ist die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), die auch schon zwei Objekte in Augenschein genommen hat. Zum einen die ehemalige Geschäftsstelle der Raiffeisenbank in der Hauptstraße, zum anderen die ehemalige Zweigstelle der Kreissparkasse am Klingenberg.

Beide Objekte wurden schon besichtigt, wie aus Gemeindekreisen zu hören ist. Dabei soll die ehemalige Kreissparkasse nach LN-Informationen in einem deutlich besseren Zustand sein als das Raiffeisenbank-Gebäude, das man offenbar erst aufwändig sanieren müsste. Dort soll die Feuchtigkeit schon größere Spuren von Schimmelpilz und Salpeter an den Wänden und in den Ecken hinterlassen haben. Zwar ist die ehemalige KSK derzeit noch belegt, der Besitzer zieht allerdings demnächst ins Gewerbegebiet Nusse, wo er eine neue Halle baut und sich damit deutlich vergrößert.

Doch die Suche nach der geeigneten Immobilie ist nicht das einzige, was in Nusse bei der Polizei zu tun ist. Momentan fehlt noch ein zweiter PC-Arbeitsplatz, der nach einem uralten internen Verteilerschlüssel bei einer Zwei-Mann Station nicht vorgesehen war. Dass das nicht unbedingt gut ist, hat die Politik auf Nachfrage inzwischen eingestanden. Jetzt sollen alle drei im Land verbliebenen Zwei-Mann Stationen (neben Nusse die Polizeistation Brande-Hörnerkirchen bei Elmshorn und die Polizeistation Hutzfeld bei Eutin) schnellstmöglich mit einem zweiten Computer ausgerüstet werden.

Dann wird es möglich sein, dass nicht nur die Nusser Beamten gemeinsam Dienst machen und vernünftig arbeiten können. Dann wird es auch keine Einbahnstraße mehr sein, dass die Nusser Beamten ihren Einsatzdienst von Sandesneben oder Berkenthin wahrnehmen müssen. Dann nämlich können auch die Sandesnebener oder Berkenthiner Beamten mit ihren Kollegen von Nusse aus Dienst tun und damit ein Stück weit dazu beitragen, dass auch die Station in Nusse das ein oder andere Mal mehr besetzt sein könnte.

Wann die GMSH, das Innenministerium und die Polizei einen Mietvertrag für eine neue Polizeistation unterzeichnen, weiß niemand. Alle hoffen, dass dieses Provisorium bald wieder beendet ist. „Die Gemeinde Nusse wird sehr gern helfen, wo es möglich ist, hier schnell eine für alle Seiten tragfähige Lösung hinzubekommen“, sagt Nusses Bürgermeister Lars Wunsch gegenüber den LN.

Jens Burmester

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