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Lauenburg Oberstufe: Wird der Nordkreis abgehängt?
Lokales Lauenburg Oberstufe: Wird der Nordkreis abgehängt?
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00:00 12.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Berkenthin/Ratzeburg – „Haben Sie uns im hohen Norden des Kreises vergessen? Fühlen Sie sich für die Kreisrandbezirke nicht mehr zuständig?“ Friedrich Thorn, Vorsitzender des Schulverbandes Stecknitz im Amt Berkenthin, ist anzumerken, dass er innerlich kocht.Es geht um die Einrichtung gymnasialer Oberstufen an den Gemeinschaftsschulen im Kreis. Hierzu hatte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in einer Resolution den Standorten Büchen, Lauenburg und Sandesneben offiziell den Rücken gestärkt. Allerdings gibt es im Kreis noch weitere Gemeinschaftsschulen, die Ambitionen auf die Möglichkeit für ihre Schüler, ihr Abitur nach insgesamt 13 Schuljahren (G 9) zu machen, haben.Wie die Stecknitz-Gemeinschaftsschule in Berkenthin und Krummesse. „Auch wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Entwicklung der Oberstufe“, schreibt Thorn an alle Fraktionen im Kreistag Herzogtum Lauenburg. Man würde „die Entwicklungspotentiale nicht nur schulpädagogisch, sondern auch in ihrer betriebswirtschaftlichen Auswirkung unserer Haushalte“ diskutieren.Abgesehen davon, dass der Kreistag gar keinen Einfluss auf die Einrichtung von gymnasialen Oberstufen hat – die Entscheidung obliegt allein dem Bildungsministerium in Kiel –, stellt Gitta Neemann-Güntner von der SPD klar: „Wir hatten uns im Kreistag erst einmal auf die Schulen bezogen, die aufgrund ihrer Schulentwicklungspläne entsprechende Anträge beim Kieler Ministerium eingereicht haben. Wir wollen diesen Schulen mit der Resolution den Rücken stärken für ihre Entscheidung.“ Ohne Zweifel würde die SPD-Fraktion das Begehren anderer Gemeinschaftsschulen auf die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe unterstützen. „Unser Ziel ist es, viel mehr Kindern im Herzogtum das Abitur zu ermöglichen. In Stormarn liegt die Abiturientenquote zwischen 40 und 50 Prozent aller Schüler, bei uns unter 19 Prozent. Je mehr Schulen in der Fläche dieses Angebot vorhalten, umso geringer sind dann die Fahrtstrecken und -kosten für Schüler vom Land.“ Die Stecknitz-Schule hat bislang noch keinen Antrag auf die gymnasiale Oberstufe gestellt. Die politische Diskussion ist noch im Gange. Sandesneben hatte bereits vor vier Jahren bei der Umstellung von der Real- auf die Gemeinschaftsschule „vorsorglich“ den Antrag gestellt. Die Möllner Gemeinschaftsschule hat auf einen Antrag verzichtet, weil man auf enge Kooperation mit dem Regionalen Berufsbildungszentrum, an dem man die Fachhochschul- oder Hochschulreife erlangen kann, setzt. Büchen und Lauenburg haben sich eindeutig zur gymnasialen Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen bekannt. „Eine Entscheidung im Ministerium ist aber noch nicht gefallen“, so Büchens Bürgermeister Uwe Möller. Dieses soll, so Ministeriumssprecher Thomas Schunck, frühestens im Frühjahr geschehen, wobei das Hauptkriterium der Bedarf sei. Eine zahlenmäßige Höchstgrenze an Sek-II-Schulen sei nicht vorgesehen. unk/nd

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