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Lauenburg Offene Kirche für den kleinen Falken
Lokales Lauenburg Offene Kirche für den kleinen Falken
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18:21 06.02.2016
Der eigentlich schlanke Turmfalke hat sich wegen der Kälte aufgeplustert. Quelle: Wolfgang Buchhorn
Der kleine Turmfalke ist fast so populär wie der viermal so schwere Mäusebussard. Beide Arten jagen unübersehbar in der offenen Landschaft, nicht im Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt wie Habicht und Sperber, die kaum jemand zu sehen bekommt. Der Turmfalke ist über Feldern und Wiesen leicht am Rüttelflug zu erkennen. Er bleibt dabei gegen den Wind flügelschlagend in der Luft stehen. Hat er eine Maus erspäht, stürzt er mit angelegten Flügeln hinunter und bremst erst kurz vor dem Boden ab. Als „Griffhalter“ benutzt er seine Fänge nur zum Festhalten, tötet die Beute aber durch einen Biss in den Nacken.

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Wie alle Falken baut auch der Turmfalke kein eigenes Nest. In der freien Landschaft übernimmt er alte Krähennester, in Ortschaften brütet er in Gebäudenischen. Auch hier trägt er kein Nistmaterial ein, legt die Eier einfach auf die hölzerne oder steinerne Unterlage. Seinem Namen macht der Turmfalke dabei alle Ehre, Türme scheinen ihn magisch anzuziehen. Aber er kommt oft vor verschlossene Türen, weil Luken und andere Öffnungen gegen die Taubenplage mit Draht verschlossen sind. Als im Jahr 2007 der Turmfalke Vogel des Jahres war, wurde vom Nabu und der Gesellschaft Deutsches Glockenwesen die Initiative „Lebensraum Kirchturm“ gegründet. Als eine der ersten Kirchen bekam St. Nikolai in Hohenhorn die Plakette. Seitdem zieht dort ein Turmfalkenpaar in einem Holzkasten hinter einer kleinen Fensteröffnung jedes Jahr seine Jungen groß.

Karsten Gärtner

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