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Lauenburg „Ohne Kommunikation funktioniert es nicht“
Lokales Lauenburg „Ohne Kommunikation funktioniert es nicht“
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18:17 28.05.2016

Ein großer Moment für unser Gymnasium: Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, wird mit Spannung in der Aula erwartet. Doch ist der „Hype“ gerechtfertigt?

Soll hier wirklich das Thema („Zukünftige Herausforderungen einer heterogenen Gesellschaft“) im Vordergrund stehen, oder handelt es sich um eine riesige Wahlkampfveranstaltung für zukünftige Wähler?

Was bleibt von diesem Besuch?

Meiner Meinung nach war es eine gute Erfahrung, gerade als Schüler des WiPo-Profils, mit Jemandem zu diskutieren, der sonst nur im Fernsehen zu sehen ist. Außerdem regt es viele Schülerinnen und Schüler dazu an, in der Politik „mitzumischen“, schließlich kann man mal sagen, was man besser machen würde, statt immer nur zu meckern. Endlich hört jemand zu, der was zu sagen hat! Doch gerade in einer Diskussionsrunde mit Politikprominenz ist die Ehrfurcht groß, ebenso die Angst etwas Falsches zu sagen. Und so war es auffällig, dass fast alle diskutierenden Schüler die gleiche Meinung vertreten haben – der Tenor schien zu schön, um wahr zu sein. Nur einer hat sich kritisch gegenüber der deutschen Flüchtlingspolitik geäußert. Wenn man bedenkt, dass laut einer Studie der Uni Leipzig 25 Prozent der Schleswig-Holsteiner ausländerfeindlichen Aussagen zustimmen, dann verwundert es, dass sich keiner kritisch äußert. Natürlich wollen wir hoffen, dass keine Rassisten unter uns sind! Dennoch sollte konstruktive Kritik an der Umsetzung der deutschen Flüchtlingspolitik nicht mit Rassismus verwechselt werden. So eine Diskussionsrunde ist doch dafür dar, kritische Gedanken zu tauschen und auch Lösungen zu finden. Gerade das war Torsten Albigs Idee. Deswegen verwundert es nicht, dass er genau dies anmerkte: dass es gegenüber der Masse unserer diskutierenden Schüler fast Niemanden gab, der sich von der Masse abgesetzt hat. Wenn man einen Gedanken verfolgt, sollte man dazu stehen, so lange er unsere demokratischen Werte respektiert und Notleidende nicht ausgrenzt. Nur dann kann man in einen vernünftigen Dialog treten und gemeinsam Alternativen entwickeln. Ohne Kommunikation funktioniert das nicht.

Ole Alpen

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