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Lauenburg Ortsumfahrt Ratzeburg: Linke sind dafür, die Grünen dagegen
Lokales Lauenburg Ortsumfahrt Ratzeburg: Linke sind dafür, die Grünen dagegen
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21:11 30.01.2018
Seit dem Mauerfall leidet Ratzeburg (hier am Markt) besonders unter dem massiv zugenommenen Durchfahrts- und Schwerlastverkehr. Der Weg über die „Inselstadt“ ist die kürzeste Verbindung zwischen Ost und West. Quelle: fg

Es gebe „einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass die Inselstadt eine Verkehrsberuhigung dringend nötig habe“, erklärt Michael Schröder von den Linken zur zuletzt heftig diskutierten Notwendigkeit einer Ortsumgehung für Ratzeburg.

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Dafür, dass es – jedenfalls nach Meinung der Freien Wähler – eigentlich kein Wahlkampfthema sein sollte, läuft die Diskussion über die lange angestrebte Ortsumfahrt von Ratzeburg (B 208) langsam heiß. Während die Grünen die Umgehung weiter ablehnen, sprechen sich die Linken dafür aus.

Erhebliche Belastung

Nach der Grenzöffnung im November 1989 stieg der Durchgangsverkehr in der Kreisstadt auf 23000 Kraftfahrzeuge pro Tag. Nach Eröffnung der A 20 im Jahr 2004 sank er auf „nur noch“ 15500.

„Die bisher durchgeführten Maßnahmen zur Entlastung der Altstadt haben wenig Wirkung gezeigt und zum Teil sogar für negative Effekte, wie den alltäglichen Rückstau durch die Pförtnerampeln auf dem Königsdamm und der Straße Unter den Linden, gesorgt“, erklärte Schröder.

Allerdings zeigt seine Partei Gesprächsbereitschaft: „Wir haben auch kein Patentrezept in der Schublade. Was wir uns wünschen, ist ein ergebnisoffener Dialog mit allen Akteuren. Wie belastend empfinden die Einwohnerinnen und Einwohner die Situation? Welche Vorstellungen haben die ansässigen Einzelhändler?“ Außerdem: Wie habe sich das Verkehrsaufkommen sowie die Lärm- und Luftbelastung durch die bisherigen Maßnahmen verändert? Gäbe es überhaupt rechtliche Möglichkeiten den Lkw-Durchgangsverkehr auch ohne eine Umgehungsstraße aus der Inselstadt zu verbannen? Dies Fragen sollten „schnellstmöglich geklärt“ werden.

Dr. Torsten Walther, Sprecher der Ratzeburger Grünen, kritisiert dagegen die Freien Wähler Ratzeburg (FRW), die die „in Stein gemeißelte Position“ der CDU übernommen hätten. Dieses „Verharren in einer konservativen rückwärts gerichteten Haltung“ dokumentiere sich in der jüngsten LN-Berichterstattung vom 15. Dezember 2017, die „die in der Tat unerträgliche Situation nach der Grenzöffnung beschreibt. Heute stellt sich die Situation doch ganz anders dar. Sie wird sich durch lenkende Maßnahmen, intelligente Verkehrsgestaltung unter Einbeziehung moderner Technologien und bei zunehmender Inanspruchnahme umweltfreundlicher Verkehrsmittel weiter entspannen“. Die massiven Eingriffe in sensible Naturräume würden weder von der FRW noch der CDU angesprochen. „Ratzeburg first“ und „Wir wollen wieder Herr im eigenen Haus sein“ bedeute: „So wie die GroKo-Sondierer in Berlin und manche Weltenlenker sich von den Klimazielen verabschieden, so denken auch wir hier nur an unseren Egoismus und vermeintlichen Wohlstand“, so Walther.

 Joachim Strunk

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