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Lauenburg Osterfeuer lockten Tausende ins Freie
Lokales Lauenburg Osterfeuer lockten Tausende ins Freie
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20:13 29.03.2016
Etwa 75 Kubikmeter umfasste der Osterfeuerstapel auf der Wiese bei Famila in Lauenburg, der fast 1000 Menschen angelockt hatte. Quelle: Timo Jann

Osterfeuer entwickeln sich immer mehr zu Publikumsmagneten. Allein in Ratzeburg und Lauenburg fanden sich am Abend vor dem Osterfest rund 1400 und um die 1000 Feierlustige ein, um am Rande eines großen Feuers gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verbringen.

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Bei kühlem aber trockenem Wetter feierten viele Menschen — Allein 2400 in Ratzeburg und Lauenburg.

In Ratzeburg wurde das Osterfeuer bereits zum fünften Mal von Feuerwehr und Schützengilde gemeinsam auf dem Gildeplatz an der Mechower Straße veranstaltet und es begann mit einem kleinen Kinderfeuer.

Getränke, Stockbrot und Grillspeisen sowie ein musikalisches Rahmenprogramm vom Spielmannszug der Ratzeburger Schützengilde trugen dazu bei, dass weit über 1000 Menschen bei gutem Wetter ihre erste große Open-Air-Party fröhlich begangen. DJ Danny sorgte dann auch noch bis in die frühen Morgenstunden hinein für fetzige Musik und ausgelassene Tanzstimmung.

Vom schönen Wetter begünstigt genossen auch in Lauenburg fast tausend Menschen das traditionelle Osterfeuer auf der Wiese bei Famila an der Juliusburger Landstraße. „Bei so einem Wetter macht das echt Spaß“, sagte Feuerwehrchef Lars Heuer, der am Grillstand ebenso wie Thomas Burmester, der Vorsitzende des Fördervereins der Feuerwehr, und viele weitere Helfer Würstchen grillte und verkaufte.

Hintergrund: Seit Jahrzehnten richtet die Jugendfeuerwehr das Osterfeuer in Lauenburg aus, um mit den Einnahmen ihre Aktivitäten finanzieren zu können.

Um Punkt 19 Uhr gab Thomas Hampicke, Lauenburgs stellvertretender Jugendwart, das Kommando zum Entzünden des Osterfeuers. Neue Jugendliche aus der Nachwuchsabteilung der Wehr durften unter Anleitung erfahrener Jugendlicher das Feuer in dem etwa 75 Kubikmeter fassenden Osterfeuerstapel das Stroh mit Fackeln entzünden. Laura (10) wurde dabei während ihrer Premiere beim Entzünden von Fabian (13) begleitet. „Es ist mein erstes Feuer, das ist ja echt ganz schön heiß“, staunte Laura, als das Stroh in Flammen aufging. In der Schule war sie angesprochen worden, ob sie nicht Lust hätte, bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen — hatte sie, und ist jetzt voll dabei. „Das macht richtig Spaß“, sagte sie. Fabian ist auch schon mit Begeisterung dabei. „Das Beste ist, wenn wir zu den Übungen fahren“, sagte der 13-Jährige.

Etwa eine dreiviertel Stunde dauerte es, ehe der von Lauenburgern am Vormittag angelieferte Gartenschnitt ordentlich brannte. Mit Hilfe eines Treckers hatten die Feuerwehrleute den riesigen Berg ganz frisch aufgeschichtet, damit sich darunter keine Igel oder Hasen verkriechen konnten.

An den Verkaufsständen wurden derweil die Grillwürstchen und die Getränke im Akkord verkauft. Aufgrund des milden Wetters verweilten viele Gäste lange am Osterfeuer.

Lauenburgs Jugendfeuerwehr wird in diesem Jahr noch ihr 30-jähriges Bestehen feiern. „Da haben wir Einiges vor, da können wir gut das Geld gebrauchen, das wir durch das Osterfeuer eingenommen haben“, berichtete Hampicke. Gefeiert werden soll der runde Geburtstag der Organisation im Rahmen des Laternenumzugs im November.

Bereits vormittags war die Feuerwehr ausgerückt, weil Anwohner Feuerschein und Rauch gesehen und einen Großbrand vermutet hatten. Heuer: „Tatsächlich handelte es sich aber um ein angemeldetes Osterfeuer.“ Die Retter brauchten nicht einzugreifen.

Feier endete mit Unfall

Am frühen Morgen gegen 4.40 Uhr kam es nach dem Ausklang des Ratzeburger Osterfeuers in der Mechower Straße noch zu einem Verkehrsunfall: Eine 22-jährige Ratzeburger Autofahrerin fuhr mit einer gleichaltrigen Beifahrerin bereits 100 Meter hinter dem Gildeplatz in einer Rechtskurve gegen einen Baum. Laut Polizei stand sie unter Alkoholeinfluss, als sie mit ihrem Toyota Kleinwagen von der Straße abkam. Die Fahrerin wurde dabei leichtverletzt und von einer Rettungswagenbesatzung ins Krankenhaus gebracht. Beim Eintreffen der Polizei gab sie zudem erstmal an, nicht gefahren zu sein.

cn

Von cn/tja

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