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21:57 02.03.2018

Seit der Bundestagswahl sind – kaum zu glauben – knapp 160 Tage vergangen. In diesem Zeitraum wurde sondiert, gestritten, und man hat sich letztlich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Auf dem Bundesparteitag in Berlin war es nun Aufgabe der Delegierten – und damit auch meine – über den Koalitionsvertrag zu beraten und anschließend darüber abzustimmen.

 

„Annegret Kramp-Karrenbauer hat mich sehr motiviert.“Andrea Tschacher CDU-Landtagsabgeordnete

Über 50 Wortmeldungen gab es dazu. Wir haben mehrere Stunden sehr kontrovers diskutiert und das war gut und richtig so. Es hat uns als CDU gut getan und das spiegelt sich auch im Abstimmungsergebnis wieder. Es gab bei knapp 1000 Delegierten nur 27 Gegenstimmen.

Zuvor wurden die Bundesministerinnen und Bundesminister verabschiedet, die dem neuen Bundeskabinett nicht mehr angehören werden. Mit Standing Ovation und lang anhaltendem Applaus wurden die scheidenden Minister verabschiedet. Sehr berührt hat mich die Abschiedsrede von unserem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziére, eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. Ich bedaure es sehr, dass er dem neuen Bundeskabinett nicht mehr angehören wird.

Anschließend stellte die Bundeskanzlerin die neue CDU-Mannschaft im zukünftigen Kabinett vor, und sie hat ihr Versprechen gehalten: Verjüngung des Kabinetts, Einbindung neuer Gesichter, stärkere Berücksichtigung von Frauen.

Aber es gab einen weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt und zwar die Wahl einer neuen Generalsekretärin. Aus vollster Überzeugung habe ich Annegret Kramp- Karrenbauer meine Stimme gegeben. Mir hat ihre Bewerbungsrede nicht nur ausgesprochen gut gefallen, sie hat mich als Christdemokratin vor allem auch erreicht, sprich, sie hat mich „abgeholt“ und sehr motiviert, was die Zukunft meiner Partei anbelangt. Das haben auch fast 99 Prozent der anwesenden Delegierten so empfunden, die sie alle begeistert hat. Ich halte diese Besetzung für einen Glücksfall.

Die Parteifreundinnen und Parteifreunde aus dem Saarland kann ich nun noch besser verstehen, wenn sie mir berichten, dass sie ihre Ministerpräsidentin nur sehr ungern gehen lassen. Aber die CDU als größte demokratische Volkspartei wird von dieser Personalie sehr profitieren. Dessen bin ich mir gewiss. Ich wünsche AKK, wie sie parteiintern auch gern genannt wird, von Herzen stets ein glückliches Händchen für diese große und verantwortungsvolle Aufgabe und Herausforderung sowie alles Gute und Gottes Segen. Ich ziehe meinen Hut vor ihrer Entscheidung, das Saarland zu verlassen und sich in den Dienst der Partei zu stellen.

Jetzt würde es nur noch an der SPD scheitern, wenn eine Große Koalition nicht zustande käme.

Eine Anmerkung zum Schluss: Sehr oft werde ich von den Menschen aus meinem Wahlkreis auf meinen neuen Beruf der Landtagsabgeordneten sowie meine Tätigkeit als Schriftführerin im Präsidium des Landtages im Rahmen von Plenarsitzungen angesprochen. Ich möchte mich für dieses Interesse und die Fragen und Anliegen, die zunehmend vermehrt an mich herangetragen werden, bedanken und freue mich darauf, weiterhin mit ihnen im Kontakt zu bleiben.

LN

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