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Lauenburg Pantens Lämmerhof für Förderpreis nominiert
Lokales Lauenburg Pantens Lämmerhof für Förderpreis nominiert
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21:23 02.07.2013
Landwirt Detlef Hack zeigt Jurymitglied Jürgen Hammerschmidt, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer, seinen Lämmerhof. Die Jury bewertet für die Jägerstiftung, wie wildtierfreundlich der Hof wirtschaftet. Quelle: Foto: Alessandra Röder
Panten

Der an einen Traktor gekuppelte Holzanhänger holpert durch die Felder und Wiesen des Lämmerhofs in Panten. Landwirt Detlef Hack (51) hat die Jury der „Jägerstiftung Natur und Mensch“ kurzerhand auf seinen Anhänger geladen, um zu präsentieren, wie er bei der Bewirtschaftung seines Landes Rücksicht auf die Bedürfnisse von Wildtieren nimmt. Der Hof des Landwirtes kam bei dem Wettbewerb für „Wildtierfreundliche Landwirtschaft 2013“ in die Endauswahl. Die Jury, die unter anderen aus Vertretern des Deutschen Bauernverbandes, des Landwirtschaftsministeriums und der Bundesarbeitsgemeinschaft für Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer besteht, überprüfte Anhand von Bewertungsbögen 40 Betriebe. Nur fünf kamen in die engere Auswahl, darunter der Lämmerhof in Panten. Diese fünf Betriebe werden von der Jury persönlich in Augenschein genommen.

„Für uns ist das Vorkommen von wildlebenden Arten das Zeichen, dass wir als Landwirte alles richtig gemacht haben“, sagt Detlef Hack. Diese Einstellung wird jetzt belohnt: Der Siegerhof erhält einen von der Verlegerin Alexandra Jahr und der Agrarboden GmbH gestifteten Förderpreis von 5000 Euro.

Die Jägerstiftung schrieb bereits 2011 einen Preis für Wildtierfreundliche Landwirtschaft aus. „Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, eine leistungsstarke Landwirtschaft zu haben und gleichzeitig Artenschutz zu gewährleisten. Auch in einer Zeit, in der Landwirtschaft vor allem dazu dient, Profit zu machen“, erklärt die Vertreterin der Jägerstiftung, Lilo Schön. Die Finalistenhöfe sollen Modellcharakter haben und ihre Vorgehensweise auch auf andere Höfe übertragen werden.

Der Sieger des Landwirtschaftswettbewerbs wird Anfang Oktober diesen Jahres in der Bundeshauptstadt Berlin im Rahmen der Erntekronenübergabe an den Bundespräsidenten bekanntgegeben.

Das hilft Wildtieren
Blühstreifen mit Wildkräutern, eine vielseitige Fruchtfläche, das Anlegen von Biotopen und die Nutzung von Kleegrasfeldern als Ersatz für Düngemittel seien wichtige Bestandteile einer wildtierfreundlichen Landwirtschaft, erklärt Landwirt Detlef Hack.


Rebhühner, Feldhasen, Weißstörche und Amphibien sind Wildtiere, die durch Rücksichtnahme der Landwirte, am Rande von landwirtschaftlichen Nutzflächen Lebensräume finden. Wenn die Fläche zu intensiv genutzt werde, sei es schwierig für die Arten, dort eine Nische zu finden, so Hack. Außerdem störe Intensivnutzung das empfindliche Gleichgewicht der Natur.

Alessandra Röder

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