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Lauenburg Förderjahr 2019 mit ersten Projekten
Lokales Lauenburg Förderjahr 2019 mit ersten Projekten
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18:11 23.01.2019
Die Mitglieder des Begleitausschusses der „Partnerschaft für Demokratie Stadt Ratzeburg und Amt Lauenburgische Seen“. Quelle: hfr
Ratzeburg

„Pimp your town!“ lautet der Titel des ersten Beteiligungsprojekts, das die Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen gemeinsam mit dem niedersächsischen Verein „Politik zum Anfassen“ durchführt. In diesem Planspiel schlüpfen Schüler in die Rolle von Kommunalpolitikern.

Sie beraten ihre eigenen Ideen aus ihrer konkreten Lebenswirklichkeit als Anträge und treffen lösungsorientierte Entscheidungen. Dabei lernen die Schüler nicht nur handlungsorientiert und nachhaltig die Abläufe in der Kommunalpolitik kennen, sondern können ihre eigenen Ideen in die lokale Politik einbringen. Bei der Arbeit werden die Schüler von „echten“ Kommunalpolitikern unterstützt und die Anträge den „echten“ politischen Gremien am Ende als Drucksache vorgelegt.

Neuntklässler starten im Juni

Parallel produzieren die Schüler einen Film und ein Magazin über das Planspiel, um ihre dreitägige kommunalpolitische Arbeit zu dokumentieren. Die Idee für „Pimp your town!“ ging von Schulsozialarbeiterin Barbara Stellingwerf aus. Sie hatte von diesem in zahlreichen Kommunen mit großem Erfolg durchgeführten Projekt aus erster Hand erfahren und in ihrer Schule vorgeschlagen. Anfang Juni soll das Projekt mit Neuntklässlern durchstarten.

Ein weiteres Demokratieprojekt stellte der Verein Miteinander leben zusammen mit der Volkshochschule Ratzeburg vor. „Demokratie butten vör din Döör“ ist der Titel. Es umfasst politische Bildungs- und Mitmachangebote wie Vorträge oder Aktionstage, aber auch eine Ausstellung über politisches Engagement und handelnde Demokraten vor Ort.

Fonds für Kleinprojekte

Ebenfalls eingerichtet wurde vom Begleitausschuss ein Fonds für Kleinprojekte, um auch Einzelpersonen, Schulklassen oder Initiativen ohne Vereinsstatus zu ermöglichen, ihre Ideen für eine starke Demokratie, gegen extremistische Einstellungen oder für ein gelingendes Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft umsetzen zu können. Bis zu 500 Euro können aus diesem Topf in einem einfachen Antragsverfahren bereitgestellt werden.

PfD-Projektberater Karl Schneider erklärte: „Im vergangenen Jahr haben wir in 17 geförderten Kleinprojekten beinahe mehr Menschen erreicht als in den neun Großprojekten aus unserem Aktionsfonds“.

Der Begleitausschuss wird Ende Februar erneut tagen, um weitere Förderanträge zu beraten und dafür Mittel aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesfamilienministeriums bereitzustellen. Interessierte Vereine und gemeinnützige Institutionen können sich mit ihren Projektideen beim Begleitausschuss präsentieren und Anträge einreichen. Alle nötigen Informationen sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden. unk

J. Strunk

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