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Lauenburg Pauschale für jeden jungen Sportler
Lokales Lauenburg Pauschale für jeden jungen Sportler
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21:03 30.01.2018
Möllns Sozialausschuss beschließt eine neue Sportförderrichtlinie. Quelle: Fotos: Fg
Mölln

„Darum haben wir wirklich lange gerungen“, sagte die Ausschussvorsitzende Christiane Gehrmann (CDU), als die neue Förderrichtline mehrheitlich beschlossen war. Sie zeigte sich hoch zufrieden. Darum hatten die Fraktionen der Möllner Stadtvertretung monatelang hart verhandelt und eine Zustimmung galt am Schluss mehr als unwahrscheinlich. Etwa 35 000 Euro kostet die neue „Kopfpauschale“ für junge Sportler die Stadt Mölln ab sofort im Jahr. Für den zuvor im Haushalt eingestellten Betrag wurde der Sperrvermerk per Beschluss aufgehoben. Allein die mitgliederstärkste Möllner Sportvereinigung (MSV) erhält damit ab sofort jährlich etwa 20000 Euro (1535 Mitglieder unter 21) von der Stadt.

„Das Thema ist wie kein anderes hochgekocht in Mölln.Niels Christian Weis, SPD-Mölln

Vor allem die SPD-Fraktion hatte sich vehement gegen den Vorschlag der CDU gewehrt. Ihre Bedenken: Die Pauschale ohne Zweckbindung könne Vereine dazu verleiten, aktive und vor allem passive Mitglieder anzuwerben, um sich „einen möglichst großen Betrag der Steuergelder zu sichern“. Die Stadt sei völlig überfordert, Vereine in Hinblick auf die Anzahl der Jugendlichen zu überwachen, hieß

es von den Sozialdemokraten.

In einer weiteren nicht-öffentlichen Sportkonferenz Mitte Januar hatte die SPD nach LN-Informationen einen Gegenvorschlag für eine Jugendförderung im Bereich Sport gemacht, für den sich unter den Sportlern allerdings keine Zustimmung fand. Eine Förderung sollte laut SPD an Leistungskriterien geknüpft werden. Dazu sollten die Ausbildungen von Jugendtrainern und jugendlichen Schiedsrichtern gehören. Zuschüsse wollten die Sozialdemokraten auch für Sportbegegnungen im Jugendbereich sowie Integration und Inklusion gewähren.

Am Montag enthielten sich die vier SPD-Mitglieder im Ausschuss nun und machten den Weg damit frei. Auch FDP und FMW stimmten dem CDU-Antrag zu, weil sie das Votum der Sportkonferenz respektieren. Im Herbst 2017 stimmte die SPD noch im SSJS gegen den Entwurf. Sehr zum Ärger der CDU, die darauf verwies, dass sich die Sportkonferenz schon damals für die Förderpauschale zu Gunsten junger Sportler stark gemacht hatte. In der darauf folgenden Dezember-Sitzung der Stadtvertretung hatten die Möllner Christdemokraten den Antrag erneut eingereicht und drohten im Vorwege sogar damit, den Haushalt platzen zu lassen, falls es keine Mehrheit für die neue Sportförderrichtlinie gäbe.

„Das Thema ist wie kein anderes hochgekocht in Mölln“, sagte Niels Christian Weis (SPD). Es gehe um sehr viel Geld, das nicht einmalig sondern künftig jährlich bereitgestellt werde. Das gelte es zu bedenken. Seine Partei habe in der Sportkonferenz einen neuen Vorschlag gemacht. Doch das Votum der Konferenz gehe in eine andere Richtung. Er betonte, dass seine Fraktion niemals grundsätzlich dagegen gewesen sei, junge Sportler zu fördern. Doch über die Art und Weise gebe es unterschiedliche Meinungen.

Von Florian Grombein

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