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Lauenburg Perdita Schadow geht nach 33 Jahren in den Ruhestand
Lokales Lauenburg Perdita Schadow geht nach 33 Jahren in den Ruhestand
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20:25 28.04.2016
Letztes Aufräumen vor dem Ruhestand: Büchereileiterin Perdita Schadow verlässt nach 33 Jahren ihre geliebte Stadtbücherei Schwarzenbek. Quelle: siw

Mit einer „langen Nacht in der Stadtbücherei Schwarzenbek“ will sich heute die langjährige Leiterin der Schwarzenbeker Bücherei, Perdita Schadow, bei den Leserinnen und Lesern aus Schwarzenbek und Umgebung sowie Kollegen, Mitarbeitern und Freunden bedanken und verabschieden.

„Ich habe ein Leben lang Bücher eingeordnet und viel geräumt. Nun möchte ich Zeit haben, andere Dinge meines Lebens neu zu ordnen.“Perdita Schadow, Büchereileiterin

Perdita Schadow wurde in den vielen Jahren ihrer Tätigkeit zu einem „Urgestein“ der Bücher. Nahezu jeder Bücherliebhaber in der Europastadt kennt und schätzt die freundliche und stets hilfsbereite Bücherkennerin. Ihr Vorname Perdita bedeutet im Griechischen „die Willkommene“, nun geht sie mit 63 Jahren in den Ruhestand.

„Ich kann es selbst gar nicht glauben, dass ich bereits seit über 33 Jahren in der Stadtbücherei Schwarzenbek tätig bin. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen, weil ich immer wieder neue Herausforderungen zu bewältigen hatte“, erzählt die beliebte Bibliothekarin. Nach dem Studium im Bibliothekswesen in Hamburg kam sie im Januar 1983 nach Schwarzenbek in die Stadtbücherei. Ihre Freundin hatte ihr bei der Arbeitssuche geholfen und in den Lübecker Nachrichten die ausgeschriebene Stelle entdeckt. Vorher hatte Perdita Schadow an der Universitätsbibliothek in Kiel gearbeitet und sich dort das entsprechende Fachwissen angeeignet. Sechs Wochen pendelte sie zwischen ihrem Wohnort Hamburg und Schwarzenbek hin und her, bis sie sich schließlich für eine Wohnung in Schwarzenbek-Nordost entschied. Seit einiger Zeit wohnt Perdita Schadow mit ihrem Mann in ihrem Haus in Büchen. Nach einem abwechslungsreichen Arbeitsleben hat sie beschlossen, mit 63 Jahren ab 1. Juni 2016 in den Ruhestand zu gehen.

„Ich habe mein Leben lang an meinem Arbeitsplatz Bücher eingeordnet und viel geräumt. Nun möchte ich Zeit haben, andere Dinge meines Lebens neu zu ordnen und viel zu reisen“, sagt die Bibliothekarin und blickt positiv auf ihr Berufsleben zurück. „Ich habe Freude an Büchern und Medien und bin gern mit Menschen in Kontakt. Ich habe viel Spaß gehabt und zahlreiche nette Menschen kennengelernt.

Dadurch verging der Tagesablauf wie im Fluge“, so Schadow.

Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Angebote für Groß und Klein eingeführt, so wie der Ferienleseclub für Schüler in den Sommerferien. Aber auch die Märchenstunde mit Ingrid Jürgens kam bei den Kleinen gut an. Die Vorlesegeschichten von Gudrun Dehn oder Rüdiger Ulrich mit Gesang zur Gitarre begeistern die Kinder. Über die Zusammenarbeit mit dem Rathaus sowie den Schulen und Kindergärten findet die Bibliothekarin nur lobende Worte. „Gemeinsam haben wir viel erreicht und auch den Medienbereich für die Jugend erweitern können“, erklärt Schadow stolz. Bedauerlich sei allerdings, dass die äußeren Rahmenbedingungen in den vielen Jahren nicht verbessert worden seien. Die enge Raumsituation für Bücher und Arbeitsräume sei nach wie vor katastrophal und nicht mehr zeitgemäß.

Nach ihrem Ausscheiden folgt erst einmal ein Urlaub. Perdita Schadow geht mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn es gibt viele Dinge, auf die sie sich freut. Ihre Nachfolgerin, Patricia Fasheh, wurde bereits eingearbeitet.

Die lange Nacht der Stadtbücherei beginnt heute im Rathaus um 18 Uhr mit Begrüßungen und Schadows Verabschiedung, das Programm um 19 Uhr.

Von Renate Kuhlmann-Wetter

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