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Peter Meyer aus Gudow war dieses Jahr der beste „Verteller“

Mölln Peter Meyer aus Gudow war dieses Jahr der beste „Verteller“

Traditionsveranstaltung der Möllner Museumshöge mit der „Vertellerpiep“ als Wanderpreis brachte wieder zahlreiche Geschichten auf Platt zu Tage.

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Kurt Förster aus Niendorf/St. spielte während der diesjährigen Möllner Höge auf dem Akkordeon.

Mölln. Die Vertellerpiep geht in diesem Jahr nach Gudow. Peter Meyer, so befand der Vorstand des Freundeskreises Möllner Museum, hatte bei der Museumshöge die beste aller Reden gehalten. Meyer gewann die Wanderpfeife bereits zum zweiten Mal.

„Kumm rinn“. Mit diesen Worten empfing Hans Reis, Vorsitzender des Vereins, die Mitglieder im Museum auf dem Markplatz, nachdem die den großen Türklopfer betätigt und um Einlass begehrt hatten. Das ist seit vielen Jahren Tradition. Ebenso wie das folgende Grünkohlessen auf der alten Ratsdiele im historischen Möllner Rathaus. Das lieferte wie gewohnt die Mannschaft des Hotels „Weißes Ross“ um Sönke Schlie und seine frisch gebackene Ehefrau.

Bei der Museumshöge geht es darum, sich zu „högen“, also sich zu freuen. Und zwar an den Geschichten, die einige Herren an diesem Abend zum Besten geben. Und das natürlich auf Plattdeutsch.

Den Anfang machte Frank Feddersen, der über seine Kindheit sinnierte. Es folgte Markus Gronninger, der über wichtige Persönlichkeiten sprach. Es war seine erste Rede von den „gooden und ehrsamen Frünn“. Kreispräsident Meinhard Füllner arbeitete die politischen Ereignisse des vergangenen Jahres auf und ließ dabei Regionales wie auch Überregionales mit einfließen. Auch die anstehende Wahl des Möllner Bürgermeisters beleuchtete Füllner, denn daraus könne sich ja ergeben, dass im kommenden Jahr neben Liselotte Nagel noch eine zweite Frau in der letzten Männerdomäne der Stadt, der Museumshöge, Einzug hielte.

Nach Füllner trat Alt-Bürgermeister Wolfgang Engelmann an das Rednerpult. Auch für ihn war es die Jungfernrede. Er erzählte, wie er als Messias auf den Möllner Bürgermeisterstuhl gekommen war. Klaus Schlie, Möllner Urgestein und Landtagspräsident, hielt ebenfalls seine erste Rede auf der Höge und begeisterte mit Kindheitserlebnissen in der Brauerei Waechter in Mölln. Dafür bekam er am Ende eine Plakette. Als vierter Politiker an diesem Abend stellte Bürgermeister Jan Wiegels eine eher nachdenkliche Geschichte aus der Weihnachtszeit vor. Für mehr Stimmung und viele Lacher sorgte Gastredner Manfred Sahm, als er die Geschichte von einem Blinddarm zum Besten gab. Museumschef Michael Packheiser erzählte von einem toten Kaninchen, das dann doch wieder auf lebendig getrimmt wurde, und Jürgen „Kahlvadder“ Burmeister erzählte von einem durch ihn als Kind herbeigeführten Feuerwehreinsatz. Uwe Diestel und Harro Meinert-Petersen waren weitere Redner, wie auch Peter Meyer aus Gudow, der mit seiner Geschichte von einem Fahrradausflug und einer Bruchlandung in „Schaapsschied“ erzählte. Damit gewann Meyer die begehrte Vertellerpiep, und die wird nun für ein Jahr einen Ehrenplatz bei Meyer in Gudow erhalten. Zwischen den einzelnen Beiträgen der Erzähler wurde auch nach alter Tradition wieder gesungen. Die musikalische Begleitung hatte Kurt Förster aus Niendorf/St. am Schifferklavier inne.

Zwölf Apostel
Zum 64. Mal fand die Museumshöge in diesem Jahr statt. Zwölf Möllner Bürger gründeten den „Freundeskreis Möllner Museum“. Sie gelten als „die zwölf Apostel“. Sie übernahmen das Eulenspiegelmuseum mit Schulden und schenkten es im Jahr 1989 der Stadt Mölln zur Sanierung.



Die Stadt verpflichtete sich allerdings, die Gebäude „Am Markt 2“ und das seinerzeit leer stehende historische Rathaus zu sanieren und künftig als Museen zu betreiben. Seit 1993 werden beide Museen vom Freundeskreis gefördert. jeb

Jens Burmester

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