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Lauenburg Pirouetten auf dem Marktplatz
Lokales Lauenburg Pirouetten auf dem Marktplatz
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02:14 01.12.2016
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Ratzeburg

Wenn es mit Temperaturen um den Gefrierpunkt eisig wird und die Sonne trotzdem scheint, dann glitzert der gefrorene Boden der Ratzeburger Eislaufbahn. Überdacht, mit eingängiger Radiomusik beschallt, laufen hier am Nachmittag in der Mitte des Ratzeburger Marktes die Schlittschuhfahrer, die mehr Platz haben wollen. Voll wird die Bahn am Abend und an den Wochenenden.

„Ich finde, zu dieser Tageszeit können wir uns hier gut bewegen“, sagt Karen Lenthe und freut sich an einem an einem frostigen Nachmittag über die „Beinfreiheit“ und schnürt die Schlittschuhe zu. Die 49-jährige Ratzeburgerin hat keine Zeit zum Plaudern, weil sie gleich aufs Eis möchte. Sie hat sich einen halben Tag frei genommen, um mit ihrer Tochter Sophia die Schlittschuhbahn zu besuchen. Die neunjährige Schülerin sei für heute mit der Schule fertig. Auch zwei andere Jugendliche nähern sich gegen 14 Uhr der Eisbahn.

„Mama, ich gehe schon mal vor“, ruft Sophia ungeduldig. Sie tapst mit den schweren Schlittschuhen am Fuß zur Eisbahn, dreht sich noch einmal um und sagt: „Letztes Jahr waren wir 20 Mal hier.“ Gerade für Kinder und Jugendliche sei diese Eislaufbahn perfekt, meint Karen Lenthe. „Sonst ist hier in Ratzeburg nicht so viel los. Abends ist es hier allerdings immer rappelvoll“, sagt sie und folgt ihrer Tochter auf die 450 Quadratmeter große Kunsteisbahn.

Neben der Eisfläche in einer Holzhütte steht Patrick Lämmel, der Bahnbetreuer. Bei ihm melden sich die Eisläufer an, er verleiht Schlittschuhe und auch Fahrhilfen. „Wir haben zehn Eisbären, zwei Pinguine und einen Zwerg“, zählt er auf und holt als Beweis den Zwerg hinter der erhöhten Theke hervor. Diese Figuren stehen jeweils auf Kufen und haben einen Henkel, der wackeligen Fahrern zumindest psychologisch Sicherheit vor Augen hält. Die beiden polnischen Schülerinnen Wiktoria und Magda bemerken so manch skeptischen Blick und scherzen mit dem Pinguin: „Wir sind zum Spielen hier“, sagen sie lachend und düsen mit der Fahrhilfe davon.

Wer einfach nur zuschaut, statt sich selbst aufs Eis zu wagen, kann unter anderen ein gut gelauntes Mutter-Tochter-Duo beim Versuch, Pirouetten zu drehen, beobachten und zwei junge Schülerinnen, die lautstark lachen und sich rhythmisch zur Musik bewegen. Patrick Lämmel versucht, Anfänger zu ermutigen: „Wer noch nie auf dem Eis gestanden hat, darf kostenlos ein Elternteil mitnehmen.“ Mit der Mama an der Hand Schlittschuh fahren – das Angebot gilt allerdings nur für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.

Stefanie Ender

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