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Plädoyer für die „Amtsarena“

Sandesneben Plädoyer für die „Amtsarena“

Schul- und Vereinssport präsentiert sich derzeit im Regionalzentrum in Sandesneben.

Sandesneben. Elf verschiedene Sportvereine stellen sich bis zum 20. Mai im Foyer des Sandesnebener Regionalzentrums in einer Ausstellung vor, die Renate Andresen aus Labenz ins Leben gerufen hat. Der Anlass: Schul- und Vereinssport bieten die besten Voraussetzungen, Kinder und Jugendliche zur aktiven Betätigung zu bewegen. Sport in Vereinen steigert die soziale Kompetenz im Gruppenverhalten. Durch Kontakte mit anderen Vereinen erfahren und leben die Mitglieder das Miteinander.

 

LN-Bild

Etwas ungelenk — oder agil: Beim Ausprobieren der Sportgeräte zeigten Amtsvorsteher Ulrich Hardtke (v. l.), Ausstellungsinitiatorin Renate Andresen, Sportlehrerin Babette Witten und Björn Genz, SV Steinhorst-Labenz, dass bei manch einem etwas Sport nicht schaden würde.

Quelle: hfr

Sport zum Dabeisein und Mitmachen — so präsentieren sich im Regionalzentrum die Vereine dabei mit Wissensfragen, modernen Animationen und Sportgeräten. Sportunterricht ist so wichtig wie nie zuvor.

Im Jahr 1980 standen sechs Hallenflächen in den Gemeinden Klinkrade, Nusse, Sandesneben und Schönberg für damals 10000 Einwohner zur Verfügung. Im Jahr 2016 ist die Einwohnerzahl auf 15000 Einwohner gestiegen — bei gleichbleibenden Hallenflächen. Um eine angemessene Versorgung zu gewährleisten, wären eigentlich neun Hallenflächen notwendig.

Im Jahr 2013 wurde am Schulstandort Sandesneben eine Sekundarstufe II eingerichtet. Weiterhin ist die Erweiterung der vorhandenen Schulprofile in Planung, um das Angebot um ein „Sportprofil“ zu erweitern. Die Situation soll durch die geplante „Amtsarena“ deutlich verbessert werden. Babette Witten, Sportlehrerin an der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben, stellte in einem kurzen Beitrag die überragende Bedeutung des Schulsports dar.

Björn Genz, Mitglied im Vorstand des Sportvereins Steinhorst-Labenz, erläuterte anschließend das Thema Sport aus Sicht der Vereine.

Andresen: „In Vereinen werden Werte wie Toleranz, Fair Play und Gemeinschaft vermittelt, das kann kein kommerzielles Sportcenter. Sportvereine bieten vielfältige Sportarten an. Sie sind dabei preiswert, so dass auch sozial schwächere Menschen ein Sporttreiben in Vereinen ermöglicht wird. In allen Vereinen findet man ein hohes Engagement der ehrenamtlichen Tätigkeit.“

Zur Ausstellungseröffnung sagte Amtsvorsteher Ulrich Hardtke: „Die Sportversorgung insbesondere unserer Kinder ist für mich wichtig. Wir müssen für den Sport in unserer Region die Weichen für die Zukunft stellen. Jeder ist eingeladen, sich im Rahmen der Ausstellung von der Vielfalt unserer Sportverbände ein Bild zu machen.“

Annika Blohm, begeisterte Handballspielerin aus Sirksfelde, betonte: „Bei größeren Hallen ist es wahrscheinlicher, auch mehr Hallenzeiten zu bekommen. Und in größeren Hallen lässt es sich einfach besser spielen.“

Mit einer modernen Drei-Felder-Sporthalle könnten erstmals in der Region Sandesneben sowohl für Schulen und die Sportvereine in den Gemeinden zeitgemäße und angemessene Hallenflächen zur Verfügung gestellt werden. Hardtke: „Sport schafft Lebensqualität und ist ein wesentlicher Indikator für die Attraktivität der ländlichen Region. Mut zur Zukunft!“

Lange Diskussionen um die Amtsarena

Nicht einfach war der politische Weg für die Amtsarena. Zum Teil lange und auch erregte Dispute gab es auf der letzten Amtsausschuss-Sitzung im vergangenen Jahr. Einige wenige Bürgermeister und Gemeindevertreter sehen in der geplanten Sporthalle eher ein Prestigeobjekt der Amtsspitze. Vielen Sportlern und Vereinen würde die Halle nichts nützen, bezahlen sollten sie dennoch. Zudem gab es Kritik an der zu großen Entfernung der Randgemeinden im Amt, die die Erreichbarkeit erschwerte.

Die Dreifelder-Sporthalle in Sandesneben soll zwischen dem Regionalzentrum und der Gemeinschaftsschule errichtet werden. Voraussichtliche Kosten: 5,15 Millionen Euro. Das Amt hat einen Förderantrag über 750000 Euro bei der Aktivregion Nord gestellt. Die weiteren Kosten sollen über ein zinsgünstiges KfW-Darlehen gedeckt werden.

LN

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