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Lauenburg Pokémon: Von Taubsis und Taschenmonstern
Lokales Lauenburg Pokémon: Von Taubsis und Taschenmonstern
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22:09 23.08.2016
Der 15-jährige Jan-Luca (l.) und der zwölfjährige Yannik (r.) locken am Mühlenplatz in Mölln immer noch Pokémon in ihre Fallen. Quelle: Sen

Die Aufregung um den Pokémon-Go-Trend hat sich mittlerweile etwas gelegt. Dennoch wimmelt es am Mühlenplatz in Mölln immer noch von niedlichen Tauben-Spatzen. Pokémon-Fans, wie die beiden Möllner Jan-Luca und Yannik, sammeln hier immer noch Taubsis und andere Taschenmonster. Nur laufen sie nicht wie ferngesteuert, auf ihre Smartphones starrend umher, sondern locken die kleinen Kreaturen sitzend in ihre Fallen.

„Wir locken hier die Pokémon an“, sagt der 15-jährige Jan-Luca. Es gibt drei Pokéstops am Mühlenplatz. Das sind Orte, an denen die Spieler bestimmte Gegenstände einsammeln können. „Hier gibt es die Lockmodule, aus denen wir Rauch senden. Damit ziehen wir Pokémon an und können sie dann einfangen“, sagt Jan-Luca. Hier im Herzen von Mölln sitzen die Spieler deshalb gemütlich beisammen. „Ich habe ein Tauboga gefangen“, sagt der zwölfjährige Yannik und zeigt es seinem Freund Jan-Luca. Taubogas sehen aus wie Tauben und sind die Weiterentwicklung von Taubsis, die eher Spatzen ähneln. Die beiden begeisterten Pokémonfänger sind an diesem Tag schon vier Stunden in der Möllner Altstadt unterwegs, und das bei Nieselregen. „Das stört uns nicht“, sagt Jan-Luca. Er ist von Pokémon Go begeistert.

Endlich einmal ein Spiel, das man mit seinen Freunden draußen spielen könne und das Bewegung bringe. Dass es nicht irgendein Spiel, sondern unbedingt eins mit den Taschenmonstern sein soll, ist für die beiden selbstverständlich. „Wir sind mit ihnen aufgewachsen. Früher haben wir das Spiel mit dem Gameboy gespielt“, sagt Yannik.

Nicht jeder ist derart begeistert. Anwohner in Berkenthin fühlen sich von den Spielern belästigt. Mit laufendem Motor würden diese direkt vor deren Garten parken. Vor ihrem Haus befindet sich ausgerechnet eine Arena, ein Ort an dem Pokémon gegeneinander kämpfen können. Hotelbesitzer Hans Schröder aus Schwarzenbek hat sich einen Spaß gemacht und Pokémonjäger gejagt. Auf Facebook veröffentlichte er dann zwei erbeutete Fotos. Diese wurden allerdings nicht sehr eifrig geliked. Er selbst fand es witzig. „Mich stören die Spieler nicht“, sagt er. Er wollte eben auch einmal mitmischen.

sen

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