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Lauenburg Polizei: „Das lässt sich nicht kontrollieren“
Lokales Lauenburg Polizei: „Das lässt sich nicht kontrollieren“
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20:02 05.04.2014

Seit zehn Jahren bremsen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Möllner Altstadt die Autos auf der Hauptstraße ab. Durch eine Fahrbahnverengung an der Einmündung Schäferstraße und vor allem durch die ausgewiesene Tempo-20-Zone. Anfangs wurde die Geschwindigkeit von Polizei und Kreis kontrolliert, was sich allerdings als schwierig erwies. Und bei einem angedachten Tempo von zehn km/h kann sich die Möllner Polizei eine Kontrolle gar nicht mehr vorstellen.

Der Leiter des Polizeizentralreviers in Mölln, Erster Polizeihauptkommissar Michael Demski, sieht ein Tempolimit von zehn km/h skeptisch. „Da muss man sein Auto ja fast schieben. Aber so eine Beschränkung wird nur wirksam, wenn sie kontrolliert wird. Aber wer soll das tun und wie soll man es machen?“ Technisch, das hatten bereits die ersten Kontrollen kurz nach der Einführung der Tempo-20-Zone gezeigt, sei eine Kontrolle kaum machbar wegen der räumlichen Gegebenheiten in der Hauptstraße. Es fehle schlicht der benötigte Platz für Messwagen und -geräte. Daher sagt Demski: „Im Grunde wäre es dann wirklich besser, die Innenstadtdurchfahrt dicht zu machen. Und das könnte auch nur mit einer Absperrung mit beweglichen Pollern wirksam sein“, so der Polizeichef. „Das ist organisatorisch sehr aufwendig, aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Beschilderung reicht nicht.“ Wenn es einen Bedarf für eine weitere Verkehrsberuhigung der Hauptstraße gebe, so Demski weiter, dann für die Nachtstunden. Denn tagsüber werde der Autoverkehr ohnehin ausreichend durch die Ampel an der Wallstraße/Seestraße, die Engstelle an der Schäferstraße und durch häufig haltenden Lieferverkehr abgebremst. So richtig aufs Gas treten ließe es sich eigentlich erst abends. Diese Erfahrung haben auch die Verkehrsüberwacher des Kreises gemacht, die ebenfalls Geschwindigkeitskontrollen angestellt haben. Kreissprecher Karsten Steffen: „Wir haben zuletzt 2011 gemessen. Ergebnis war, tagsüber wird kaum zu schnell gefahren.“

wr

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