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Lauenburg „Power4School“ bringt Strom auf Ratzeburger Stundenpläne
Lokales Lauenburg „Power4School“ bringt Strom auf Ratzeburger Stundenpläne
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00:07 07.06.2014
Schulleiter Henning Nitz (links) und Eric Böhmfeld von der Firma Dräger aus Lübeck. Quelle: J. Strunk
Ratzeburg

Wo kommt der Strom her, wie wird er effizient genutzt und wie soll Energie in Zukunft gewonnen werden? Diese und viele weitere Fragen stehen im kommenden Schuljahr ganz groß auf dem Stundenplan des siebten Jahrgangs in der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen. Schulleiter Henning Nitz und Eric Böhmfeld, Ausbilder beim Lübecker Dräger-Konzern und Mitarbeiter der bundesweiten Initiative „Wissensfabrik“, unterzeichneten jetzt einen Kooperationsvertrag.

Dieser hat eine Bildungspartnerschaft zum Inhalt: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I erfahren in dem Projekt „Power4School“ alles rund um das Thema Energie. „Verschiedene Modelle und Materialien zeigen, wie mit Wind, Wasser, Sonne, Wärme oder Muskelkraft Energie gewonnen wird“, erklärt Ulf Machwitz, Fachleiter Physik an der Ratzeburger Gemeinschaftsschule.

„Gleichzeitig lernen die Jugendlichen, was Energie für Gesellschaft und Wirtschaft bedeutet“, ergänzt Böhmfeld, der die Kinder nicht nur für Technik und Physik begeistern und motivieren will, sondern als Vertreter des Wirtschaftsunternehmens Dräger auch ein Auge auf das geistige Potenzial der Schüler geworfen hat. „Wir haben in der Vergangenheit schon einige gute Auszubildende von der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen erhalten, das wollen wir natürlich gerne ausbauen.“

Henning Nitz ist begeistert von dem Projekt und hat der Bildungspartnerschaft gleich zugestimmt. Während Dräger für das Unterrichtsmaterial, Know-how und Fortbildungsmaßnahmen für die Fachlehrer aufkommt, „spendiert“ Schulleiter Nitz dem Projekt im nächsten Schuljahr eine zusätzliche dritte Physik-Unterrichtsstunde. Neben dem Unterricht in der Schule kommen mehrere Besuche der Schüler in Lübeck bei Dräger dazu, bei denen sie das Thema Energie im Großen und in der praktischen Umsetzung in einem Industrieunternehmen erleben.

„Carrera-Autobahn und Energie — das auch im Unterricht? Ich bin sehr neugierig auf unser Projekt. Vorstellungen über Energie müssen so gut es geht mit praktischen Erfahrungen verknüpft werden. Das Projekt hilft uns über neue kreative Ideen im Physikunterricht, Energie mit Kopf und Händen zu begreifen.“

Das Schulprojekt ist nach den Worten von Nitz und Böhmfeld langfristig angelegt, mindestens aber über das kommende Schuljahr. Die künftigen Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs konnten sich bei einer Einführungsstunde anlässlich der Vertragsunterzeichnung ein konkretes Bild von den neuen Lehrmethoden machen — und waren begeistert dabei, als es hieß, mit Muskelkraft kleine Carrera-Autos über die Bahn flitzen oder kleine Windräder mit einem Gebläse drehen zu lassen.

122 Firmen aller Branchen machen mit
Die „Wissensfabrik — Unternehmen für Deutschland“ ist eine Inititative von Wirtschaftsunternehmen und Stiftungen, die Bildung und Unternehmertum fördern. Es handelt sich um ein bundesweites Netzwerk mit 122 Firmen aller Branchen und Größen, darunter Dräger, Basler oder Schwartauer Werke. Bislang engagieren sie sich in rund 2400 Bildungspartnerschaften. Ansprechpartner für interessierte Firmen ist Melanie Kamann, Telefon 04 51/8 82 39 98 oder melanie.kamann@draeger.com per E-Mail.

unk

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