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„Prävention gegen Rechts“ durch Wissensvermittlung

Ratzeburg „Prävention gegen Rechts“ durch Wissensvermittlung

Kinderschutzbund präsentierte Referentin aus Hamburg mit ihrem „Museumskoffer“ in der Pestalozzischule in Ratzeburg.

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Schüler betrachten Utensilien aus der NS-Zeit wie Gasmaske, Stahlhelm und Parteiabzeichen.

Quelle: hfr

Ratzeburg. Die Pestalozzischule in Ratzeburg ist der erste Kooperationspartner des Kinderschutzbundes bei der Vortragsreihe „Prävention gegen Rechts“ in den Schulen des Kreises. Eingeladen waren die Schüler der vierten Klasse des Förderzentrums im Alter von 13 bis 17 Jahren, zusammen mit Rektor Arndt Vogt und den Lehrerinnen Birgit Rogge und Katharina Arndt.

Bettina Evert vom Schulmuseum in Hamburg war mit dem „Museumskoffer“, gespickt mit verschiedenen Utensilien aus der Zeit des Nationalsozialismus‘ (NS), angereist. In ihrem Vortrag gelang es ihr, mehrere Themenschwerpunkte mit den Schülern zu erarbeiten: Ausgrenzung jüdischer Menschen, Rassenkunde und Wehrerziehung.

Anhand von Originalmaterial (Fotos, Schulbücher, Gasmaske, Stahlhelm, Parteiabzeichen der NSDAP) erhielten die Schüler einen Zugang zum Leben der Jugendlichen in der NS-Zeit, bezogen auf die Situationen in Alltag und Schule. Die Schülerinnen und Schüler lasen auf 21 Informationskarten über die Ereignisse und Gesetze während der NS-Zeit zwischen Januar 1933 und Mai 1945.

Durch Nachfragen und Diskussion der Schüler mit der Referentin wurde ihnen bewusst, dass die persönlichen Freiheiten unter den Jugendlichen und Erwachsenen der jüdischen Bevölkerung, wie Telefonieren, Radio hören, Schwimmen oder ins Kino gehen oder ein Konzert besuchen, extrem eingeschränkt waren. Bettina Evert zeigte auch das Original des Judensterns, das die jüdischen Mitbürger auf ihrer Kleidung tragen mussten. Weiterhin erfuhren die Schüler von den schrecklichen Ereignissen in den Konzentrationslagern (KZ) und dass sechs Millionen Juden von den Nazis umgebracht wurden. Während vor dem Krieg in Hamburg 22000 jüdische Mitbürger lebten, waren es im Mai 1945 nur noch rund 650.

Bettina Evert bedankte sich zum Schluss für die lebhafte Beteiligung und Mitarbeit bei den Schülern. Der Kinderschutzbund wird die Vortragsreihe in den Schulen des Kreises weiter anbieten.

LN

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