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Lauenburg Pröpstin Eiben nimmt eine dreimonatige Auszeit
Lokales Lauenburg Pröpstin Eiben nimmt eine dreimonatige Auszeit
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20:19 28.12.2015
Symbolisch übergibt Frauke Eiben ihre pröpstlichen Aufgaben an Pastor Wolfgang Runge. Quelle: hfr

Einmal im Berufsleben steht es Pastoren und somit auch Pröpstinnen und Pröpsten in der Nordkirche zu: eine Studienzeit, das so genannte Minisabbatical. Drei Monate Auszeit. Drei Monate Zeit für ganz persönliche Interessen. Voraussetzung: Sie müssen seit mindestens sechs Jahren im Amt als Gemeindepastorin oder -pastor tätig sein.

Ab dem 1. Januar 2016 gönnt sich Pröpstin Frauke Eiben diese Auszeit und kümmert sich ganz um sich. „Ich habe mir das Sabbatical dreigeteilt: der Januar ist für Gesundheit und Familie, im Februar reise ich nach Indien und im März weile ich in Südafrika.“ Den Plan, für drei Monate einen Schritt kürzer zu treten, hat Frauke Eiben seit zwei Jahren. „Dafür habe ich mir den Anfang des Jahres ausgesucht — ein Quartal, das nicht sehr beliebt als Auszeit, für mich aber perfekt ist“, erläutert die Pröpstin ihr Vorhaben. So sei die Zeit arbeitsmäßig eine ruhige und in ihren Reisezielen Sommer. Und warum gerade Indien und Südafrika?

„Ich engagiere mich in beiden Ländern seit vielen Jahren. Die ökumenische Friedensarbeit ist mir schon immer sehr wichtig und zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Ökumene heißt Lernen aus anderen Kulturen. Und ich möchte dabei helfen, zerstrittene Gruppen, die eigentlich dasselbe wollen, zu versöhnen. Mit Projekten und Ideen, die Menschen näher bringen und Verständnis wecken.“ So sei in Südafrika das Thema Heilung sehr groß — ein Thema, das auch in ihrem leitenden Amt eine große Rolle spielt.

„Konflikte und Streit, das ist menschlich. Der Umgang damit ist wichtig. Meiner Erfahrung nach gibt es zwei Seiten. Eine, die eine organisierte Lösung findet, auch ohne Einsicht. Und eine zweite, in der der andere angenommen wird, auch wenn es schwer fällt. So entsteht Frieden.“ Ihre Hoffnung bei ihren Reisen sei, mehr und mehr das geistliche Handwerkszeug zu erlernen, das Frieden stiftet.

Während sich die Pröpstin den wichtigen Themen Frieden, Heilung und persönlichem Wachstum widmet, führt Pastor Wolfgang Runge ihre Arbeit im Herzogtum weiter. Der Pastor aus Berkenthin übernimmt viele Aufgaben, die Wahl und Einführung von Pastoren gehören allerdings nicht dazu.

„Die rechtliche Vertretung ist meine Lübecker Kollegin Petra Kallies“, erklärt Frauke Eiben. Wolfgang Runge übernimmt pröpstliche Aufgaben wie Gottesdienste in St. Petri Ratzeburg, Neujahrsempfänge, Leitung von Konventen und Zusammenarbeit mit dem Ältestenrat, Begrüßung und Verabschiedung von Pastorinnen und Pastoren. Und die üblichen Verwaltungsangelegenheiten, Sitzungen, die Dienste und Werke und Tagungen des Kirchenkreisrates gehören natürlich auch dazu“, erläutert Pastor Runge.

Er sei sehr gespannt und neugierig auf die vielfältige Arbeit. Die seelsorgerlichen Aufgaben in Berkenthin von Wolfgang Runge werden während der drei Monate von Thorsten Jessen, Vertretungspastor im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, übernommen.

Ökumene heißt Lernen aus anderen Kulturen.“Frauke Eiben, Pröpstin

LN

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