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Lauenburg Protestbrief nach Kiel folgt auf Ministerabsage an Umgehung
Lokales Lauenburg Protestbrief nach Kiel folgt auf Ministerabsage an Umgehung
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21:17 04.09.2013

Bei einem Besuch der Firma LMT Fette hat der Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) angedeutet, dass er keine Realisierung für die Fortsetzung der Schwarzenbeker Umgehung sehe. Der Erhalt vorhandener Straßen stehe vor einem Neubau. Das hat Bürgervorsteher Konrad Freiberg (SPD) zum Anlass genommen, einen Brief nach Kiel zu schreiben.

„Das ist eine eklatante Benachteiligung der Stadt Schwarzenbek, obwohl wir als Stadt schon seit 16 Jahren auf eine Realisierung warten, Schwarzenbek mit einem hohen Geldbetrag in Vorleistung getreten und in der Planung am weitesten vorangeschritten ist“, so Freiberg. Aufgrund des hohen Renovierungsstaus bei Straßen und Brücken in Deutschland bestehe die Gefahr, dass es in absehbarer Zeit keine Realisierung für die Umgehungsstraße gebe. Das hätte fatale Folgen für die Stadt wie Innenstadtentwicklung, weitere Lärmbelästigung im Mühlenbogen durch den Durchgangsverkehr.

In seinem Brief gibt Freiberg zu bedenken, dass seit vielen Jahren diese Umgehungsstraße als vordringlicher Bedarf im Verkehrswegeplan anerkannt sei. Schwarzenbek habe etwa 310 000 Euro für Planungsleistungen ausgegeben, wovon zwischenzeitlich 220 000 Euro vom Landesbetrieb erstattet wurden. Nicht einzusehen sei, dass Lauenburg und Geesthacht eine Umgehungsstraße bekämen, Schwarzenbek aber nicht, obwohl die Planungen weit voran geschritten seien. Die Umgehung sei von großer Bedeutung für Schwarzenbek, schreibt Freiberg, und fordert den Verkehrsminister auf, sich für ein persönliches Gespräch Zeit zu nehmen — in Kiel oder Schwarzenbek.

Auch der FDP-Landtagsabgeordnete Christopher Vogt hat sich des Themas angenommen. „Ich erwarte von Minister Meyer ein klares Bekenntnis zur Ortsumfahrung Schwarzenbek“, sagt er in einer Stellungnahme. Vogt: „Die erst vor wenigen Monaten vorgenommenen Anmeldungen der Landesregierung für den nächsten Bundesverkehrswegeplan, der ab 2015 gelten soll, sprechen eigentlich eine klare Sprache.“ Schwarzenbek sei erneut für den vordringlichen Bedarf angemeldet worden. „Es macht keinen Sinn, jahrelang teure Planungen voranzutreiben und die Anmeldung beim Bund für den vordringlichen Bedarf zu erneuern, wenn man gar nicht vorhat, das Projekt auch wirklich umzusetzen.“ Das sei kein fairer Umgang mit der Stadt Schwarzenbek. Mit 5,4 Millionen Euro Kosten sei die Schwarzenbeker Umgehung im Vergleich zu anderen Ortsumgehungen fast schon ein Schnäppchen.

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