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Lauenburg Rabe oder Krähe? Rabenkrähe!
Lokales Lauenburg Rabe oder Krähe? Rabenkrähe!
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10:43 28.11.2016
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Ratzeburg

Gemessenen Schrittes sucht die Rabenkrähe den Parkrasen nach Fressbarem ab, erstaunlich nah an vorübergehenden Spaziergängern. Richtig vornehm wirkt die tiefschwarz Gekleidete so ganz aus der Nähe und so groß, dass mancher glaubt, einen Raben vor sich zu haben. Der Kolkrabe ist aber mit über 60 Zentimetern noch deutlich größer als unsere 46 Zentimeter lange Rabenkrähe (Foto), die nun auf die Parkbank zu stolziert und sich weiniger vornehm am Mülleimer zu schaffen macht. Hoch oben im Wipfel sitzt ihr Partner und verkündet weithin sichtbar, dass hier ein besetztes Revier ist, von dem sich Artgenossen fernzuhalten haben. Draußen in der freien Landschaft geht es geselliger zu. Die Rabenkrähen suchen in Schwärmen Felder nach Nahrung ab und schließen sich jeden Abend zu riesigen Schlafgemeinschaften zusammen. Einige werden im Frühling versuchen, eigene Reviere zu besetzen. Viele, meistens die jüngeren, bleiben auch im Sommer im Schwarm zusammen. Für alle Tiere ist die Fortpflanzung das wichtigste Lebensziel. Aber langlebige Arten wie die Rabenkrähe verzichten lieber auf aussichtslose Brutversuche in schlechten Revieren und sparen ihre Kräfte.

Einige Jahre war die Rabenkrähe geschützt und durfte nur mit Ausnahmegenehmigung erlegt werden. Jetzt gilt wieder eine reguläre Jagdzeit von August bis Februar. Offenbar verändern die jährlich 20000 in Schleswig-Holstein geschossenen Rabenkrähen den Gesamtbestand kaum. Ausfallende Reviervögel werden schnell aus der Reserve in den Schwärmen ersetzt. FOTO: TEXT: GÄRTNER, FOTO: BUCHHORN

LN

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