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Lauenburg Radlader aus Güster für den Design-Preis 2016 nominiert
Lokales Lauenburg Radlader aus Güster für den Design-Preis 2016 nominiert
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19:16 30.07.2015
Alles auf einem Bild: Eine erste Skizze (vorn), die Konstruktionszeichnungen (hinten) und das fertige Modell des hölzernen Radladers von Gollnest & Kiesel in Güster. Quelle: Fotos: Timo Jann
Güster

Eine lenkbare Hinterachse, eine große Schaufel mit Kippfunktion und alle Bauteile außer den Achsen in Naturholz. Der Radlader von Norddeutschlands größtem Spielzeughersteller Gollnest & Kiesel (GoKi) in Güster ist ein echter Hingucker — nicht nur für kleine Jungs. Das Modell ist jetzt vom Rat für Formgebung für den „German Design Award 2016“ nominiert worden.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass dort jemals ein Holzspielzeug nominiert war“, sagt GoKi-Sprecher Helmut Roloff. Jetzt hofft das ganze Team in Güster, dass der Radlader den weltweit wichtigsten Designpreis auch tatsächlich gewinnt. Roloff: „Aber schon die Auswahl ist für uns eine große Auszeichnung.“

Gleich mehrere Designer kümmern sich bei GoKi um neue Produkte. „Das ist immer eine sehr spannende Teamarbeit, denn wir müssen uns mit den Kollegen vom Marketing, vom Verkauf und aus der Produktion darüber verständigen, wie es werden soll. Einerseits müssen die Spielzeuge produzierbar sein, andererseits wollen wir sie natürlich auch verkaufen“, erklärt Arvid Häussler.

Der 27-Jährige aus Güster hat Produktdesign in Weimar studiert und gehört seit einem Jahr zum kreativen Team von GoKi. Über die „spielerische Gestaltung von Alltagsgegenständen“ hatte er seine Diplomarbeit geschrieben. Während des Studiums hatte er sich mit Vorliebe Spielzeugen gewidmet. „Es ist klasse, jetzt tatsächlich auch Spielzeuge entwerfen zu können, die hergestellt und dann von Kindern mit Begeisterung benutzt werden“, sagt er. Sein drei Jahre alter Neffe ist da manchmal schon Inspiration für ihn.

Schon als Kind schnitzte Häusser aus Haselnussästen Bögen und baute Holzschiffchen, die er im Bach fahren ließ. Handwerk und Kunst waren schon als Kind und Jugendlicher seine Interessen. Er hat sie zum Beruf gemacht.

Zurzeit arbeitet er an neuen Produkten der beliebten Reihe „Ankersteine“, die GoKi vertreibt. „Die haben so ein bisschen den Ruf als Altherrenspielzeug bekommen, wir wollen sie für Kinder interessanter machen“, sagt Häusser. Parallel dazu kümmert er sich um die Gestaltung neuer Verpackungen. „Für die Kreativität ist es gut, wenn man mehrere Baustellen hat. Auf einer geht es immer weiter“, sagt der 27-Jährige.

„Wir produzieren Spielzeug für die Hände, Köpfe und Seelen der Kinder“, erklärt Gerhard Gollnest, der das Unternehmen mit weltweit 600 Mitarbeitern, davon mehr als 100 in Güster, mit Fritz-Rüdiger Kiesel führt. Ihr Auftrag an die Designer: „1000 neue Ideen in 1000 bunten Farben“ umzusetzen. Mit dem Radlader ist das perfekt gelungen.

Pro Jahr bringt Gollnest & Kiesel etwa 250 Neuheiten auf den Markt, die dann einige der rund 2200 Produkte ablösen oder ergänzen. Vor allem mit der neuen Serie „GoKi Nature“, zu der auch der nominierte Radlader gehört, kreierte GoKi einen neuen Trend.

Internationale Jury
Der Rat für Formgebung wurde 1953 auf Initiative des Bundestags ins Leben gerufen. Er gilt weltweit als anerkanntes Expertengremium, was Gestaltung angeht. Der „German Design Award 2016“ wird von einer internationalen Expertenjury vergeben.

Timo Jann

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