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Lauenburg Ratzeburg: Feuerwehr rettet alleingelassenen Jungen (2) aus verqualmter Wohnung
Lokales Lauenburg Ratzeburg: Feuerwehr rettet alleingelassenen Jungen (2) aus verqualmter Wohnung
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10:46 08.01.2013
Die Feuerwehr rettete den Zwei-Jährigen aus der verqualmten Wochung. Quelle: Christian Nimtz

Zwei aufmerksame Hausbewohner, 51 und 30 Jahre alt, hörten gegen 22.50 Uhr plötzlich einen Rauchmelder in dem Mehrfamilienhaus. Der 51-Jährige informierte sofort die Rettungsleitstelle. Die beiden Männer hatten dann hinter der Tür der Wohnung Geräusche gehört. Offenbar befand sich direkt hinter der Tür noch ein Kind, dass versuchte die Tür zu öffnen

Die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg (mit ca. 30 Kräften), eine Rettungswagenbesatzung, ein Notarzt sowie eine Streifenwagenbesatzung waren schnell in der Berliner Straße. Auch die RTW-Besatzung hörte das Kind hinter Tür jammern. Sie brachen die Tür sofort auf.

Dahinter stand der zwei Jahre alte Junge, den die Rettungskräfte sofort in ihre Obhut nahmen. Außerdem schoss ihnen ein Rottweiler entgegen.

Es drang Qualm aus der Wohnung. Die Retter konnten aber kein offenes Feuer erkennen. Der Auslöser der Rauchentwicklung war der angestellte Herd. Die Metallabdeckungen auf den Herdplatten hatten sich stark erhitzt, so dass sich ein beißender Qualm entwickelte.

Weitere Personen befanden sich nicht in der Wohnung. Die Feuerwehrleute brachten den Herd nach draußen und stellte ihn auf dem Rasen vor dem Haus ab. Anschließend musste die Wohnung gut durchgelüftet werden. Ein Gebäudeschaden entstand nicht. Die Wohnung war nach dem Lüften wieder bewohnbar.

Möglicherweise hatte das Kind an den Herdknöpfen herumgedreht. Der kleine Junge wurde nach der ersten Versorgung vor Ort mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Bewohner, acht Erwachsene und vier Kinder, konnten das Haus unverletzt verlassen.

Der Hund war nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt. Zu dem Gesundheitszustand der freilaufenden Bartagame (Echse), die offenbar ebenfalls noch in der Wohnung waren konnte die Polizei keine Angaben machen.

Als das Kind von den Rettungskräften zum Rettungswagen gebracht wurde, erschien plötzlich die 21-jährige Mutter des Jungen. Nach aktuellem Ermittlungsstand war die junge Frau einfach mit ihrem 27-jährigen Freund aus Rehna gegen 21 Uhr nach Lübeck gefahren.

Die Polizei in Ratzeburg informierte sofort den Jugendnotdienst. Das Jugendamt ist eingeschaltet. Die 21-Jährige hatte mit ihrem Sohn gestern nach der Untersuchung des Kindes das Krankenhaus verlassen.

Die Kriminalpolizei in Ratzeburg ermittelt wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht. Wie es mit den Haustieren jetzt weitergeht, wird derzeit ebenfalls geprüft. Die Ermittlungen werden noch andauern.

LN

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