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Lauenburg Ratzeburg: Polizei schnappt Schwerverbrecher
Lokales Lauenburg Ratzeburg: Polizei schnappt Schwerverbrecher
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10:55 08.01.2013
Thomas Feldhofer (46), der Schwerverbrecher wurde von der Polizei am Sonntag bei Ratzeburg festgenommen. Quelle: Holger Kröger

Zuvor hatte er sich noch eine Verfolgungsjagd

mit der Polizei geliefert - in einem geklauten Auto, das er zuvor

einem Autofahrer entwendet hatte. Dem Opfer hielt er Samstagabend an

einer roten Ampel in Hamburg-Hamm die Pistole an den Kopf.

Wer ist der gebürtige Krefelder, der die Bevölkerung in Angst und

Schrecken versetzte und die Polizei monatelang in Atem hielt? Der

46-Jährige wurde bis Sonntag als einer der meistgesuchten Verbrecher

Deutschlands beschrieben. Noch Anfang Januar war in der ZDF-Sendung

„Aktenzeichen XY ... ungelöst“ nach ihm gefahndet worden - ohne heiße

Spur.

Feldhofer saß von 2001 bis 2008 wegen acht Banküberfällen im

Gefängnis. Er war auf Bewährung freigekommen. Danach setzte er seine

kriminelle Karriere fort. Feldhofer gilt nach Erkenntnissen der

Polizei als Einzelgänger, der nur unregelmäßig Kontakt zu seinen

Bekannten aufnahm. In der Vergangenheit soll er mehrfach durch Europa

gereist sein. Er gilt als „Zocker“, der immer wieder Geld benötigte.

Auf jeden Fall war er äußerst mobil. Zeitweise nutzte er auch

öffentliche Verkehrsmittel. Feldhofer soll sich in Waldgebieten

versteckt haben.

Die Überfälle waren ebenso filmreif wie brutal. Bei einer

Kontrolle in Krefeld rammte sich Feldhofer im Dezember den Weg in

einem gestohlenen Auto frei. Im Kugelhagel der Beamten konnte er

fliehen, nachdem er mit Vollgas auf einen Beamten zugefahren war.

Feldhofer soll auch in Meerbusch bei Düsseldorf ein Seniorenehepaar

überfallen haben. Die Beute war aber nur die Haushaltskasse.

Überhaupt stehen Beute und Gewalteinsatz des Serientäters nicht

immer im Verhältnis zueinander. Nach einem Überfall auf ein

Elektrogeschäft in Kronberg im Taunus soll Feldhofer sogar einen

Linienbus und ein Auto gekapert haben.

Auch peinliche Pannen begleiteten die Fahndung nach Feldhofer. So

parkte er seinen Fluchtwagen um die Jahreswende tagelang in Berlin.

Ein Beamte soll zwar das eingeschlagene Seitenfenster abgeklebt, aber

das Kennzeichen nicht überprüft haben. Erst als der Wagen eine Woche

später immer noch an gleicher Stelle parkte, kam bei der

Kennzeichen-Abfrage heraus, dass es sich um Feldhofers Fluchtwagen

handelte.

LN

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