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Lauenburg Ratzeburg: Polizei stoppt 60-Tonnen-Kran
Lokales Lauenburg Ratzeburg: Polizei stoppt 60-Tonnen-Kran
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10:48 08.01.2013
Der Kran steht bis auf weiteres auf dem Ratzeburger Rathausplatz still. Quelle: Christian Nimtz

Der Kran, der aufgebaut bis zu 33 Metern ausfahren kann und eine Auslegerlänge von bis zu 52 Metern hat, war am Montag ganztägig in der Brauer Straße im Einsatz und hievte die Einzelteile einer neuen Klimaanlage auf das Dach der Kreissparkasse.

Nachdem der Kran gegen 19 Uhr seine Arbeit erledigt hatte und abgebaut war, wollte sich der Fahrer gerade in Richtung Hansestadt Hamburg davon machen, als die Polizei den orangefarbenen Koloss mit seinen fünf Achsen auf dem Rathausplatz zur Kontrolle aus dem Verkehr zogen.

"Bei der Kontrolle stellten wir fest, dass der Kran bereits am Montagmorgen ohne Erlaubnis für die Durchführung eines Schwertransportes nach Ratzeburg gekommen war und so auch wieder davon fahren wollte", sagte Polizeibeamter Thomas Gruß. Dieses ist jedoch nicht zulässig.

"Normalerweise wird in der Erlaubnis festgelegt welche Strecke der Schwertransport befahren darf, zu welchen Zeiten, und mit welcher Geschwindigkeit Brücken überquert werden dürfen, ob Polizeibegleitung sowie Begleitfahrzeuge notwendig sind", erklärt Kristian Käding.

Auf den 58-jährigen Fahrer aus Dabel kommen nun wegen der fehlenden Erlaubnis und Fahrgenehmigung ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro Bußgeld und drei Punkte zu.

Der verantwortliche der Firma muss mit zirka 400 Euro Bußgeld und ebenfalls drei Punkten rechnen, weil die Firma inzwischen zum dritten Mal mit Fahrten von Mobilkränen ohne gültige Erlaubnis den Polizeibeamten aus Ratzeburg aufgefallen ist. Der 60 Tonnen Mobilbaukran wird auf dem Ratzeburger Rathausplatz stehen bleiben müssen, bis eine gültige Erlaubnis mit den entsprechenden Auflagen vorliegt. Wie lange dieses dauert ist noch unklar.

Immer wieder versuchen Schwertransportfirmen zu schummeln, in dem sie den kontrollierenden Beamten nur die Anträge für eine Erlaubnis vorlegen. Oftmals hat die zuständige Behörde die kurzfristig eingereichten Anträge noch nicht bearbeitet und der Transport wird trotzdem auf die Strecke geschickt.

Ist der Transport dann gelaufen, wird der Antrag auf Erlaubnis von der Firma schnell storniert. So sparen die Firmen sich die anfallenden Kosten für die Erlaubnis sowie für die Begleitung durch die Polizei.

Christian Nimtz

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