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Lauenburg Ratssaal-Verschönerung zu teuer?
Lokales Lauenburg Ratssaal-Verschönerung zu teuer?
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17:48 11.09.2018
Panorama-Blick in den Ratssaal während der Hauptausschuss-Sitzung. Der längliche Raum ist stark renovierungsbedürftig: beim Mobiliar, in der Lichttechnik und in der Akustik. Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

Als „kleinen Schatz“ bezeichnete Hendrike Streich-Grage vom Bäker Architekten-Büro Streich Grage den repräsentativen Saal im ersten Stock des Rathauses, in dem gemeinhin die Ratzeburger Stadtvertretung und deren Ausschüsse tagen. Vor allem die „zauberhafte Stuckverzierungen“ an der Decke und die Porträts altgriechischer Philosophen an der fensterabgewandten Seite machten den Saal zu einem ganz besonderen Ort.

Streich-Grage und ihr Mann Werner Grage sind von der Stadt beauftragt, Vorschläge für eine Verschönerung und Verbesserung des Raumes zu machen. Und diese Vorschläge trugen sie am Montagabend in der Sitzung des städtischen Hauptausschusses vor. Die Politiker lauschten höflich ihrem Vortrag, meldeten sich dann aber aus verschiedenen Fraktionen zaghaft, doch hörbar mit Nachfragen und kleineren Kritikpunkten.

Von der Gelehrtenschule zum Rathaus

Schlechtes Raumklima

Fakt ist: Der Saal ist massiv renovierungsbedürftig. Jedenfalls, was die funktionalen Dinge betrifft. Die Akustik ist miserabel, für Zuschauer und Beobachter im hinteren Bereich sind die Aktionen oder Diskussionen der Politiker oder Akteure vorne oft kaum nachvollziehbar. Die einst angeschaffte Funksprechanlage ist noch aus dem letzten Jahrtausend. Das Raumklima ist durchweg schlecht – was nicht immer an den kontroversen Auffassungen der politischen Protagonisten liegt, sondern schlicht daran, dass die Fenster selten geöffnet werden.

Denn sind sie geöffnet, versteht kaum einer sein eigenes Wort angesichts des hereindringenden Schallpegels von der Straße „Unter den Linden“ vor dem Rathaus. Wer es gerne schummerig mag, wird sich in dem Saal wohl fühlen. Wer mehr Licht braucht, ist hier fehl am Platze. Insofern präsentierte das Architekten-Paar einige Punkte, die zwar für alle Anwesenden nachvollziehbar erschienen, doch bei den Kostenvoranschlägen öffnete sich bei den meisten die Krämerseele.

Lieber noch mal beraten

Michael Wolf, Leiter des zuständigen Fachbereichs Bau in der Verwaltung, verwies darauf, dass es sich um erste, grobe und hoch angesetzte Schätzungen handele. Aber die verschreckten die Politiker offenbar so sehr, dass sie fast einhellig dafür plädierten, das ganze Thema doch lieber in den Fraktionen noch einmal zu beraten und dann in der nächsten Hauptausschusssitzung beschließen wollten.

Die veranschlagten Brutto-Kosten liegen bei 220500 Euro und splitten sich auf in: Bauwerk (Tischler, Sonnenschutz, Maler, Trockenbau) – 42500; Technik (Elektrik) – 43000; Möbel (Tische, Stühle) – 62000; Kommunikation (Pult, Lautsprecher, Konferenztechnik) – 35000; Präsentationstechnik (Panoramabildschirm, Beamer u.ä.) – 15000; Baunebenkosten – 23000 Euro.

Joachim Strunk

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