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Lauenburg Ratzeburg: Südlicher Inselrand wird konkret
Lokales Lauenburg Ratzeburg: Südlicher Inselrand wird konkret
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20:47 21.06.2017

„Über ein Jahr, genau 14 Monate, hat es gedauert“, stöhnt Werner Rütz, Vorsitzender des Ratzeburger Bauausschusses, „dass es mit dem Innenministerium in Kiel zu einer Verständigung um das Sanierungsgebiet ,Südlicher Inselrand’ gekommen ist“. Die Mühlen der Verwaltung mahlen eben langsam, vor allem, wenn es um hohe Fördersummen geht.

Werner Rütz, Vorsitzender des Bauausschusses in Ratzeburg.

Das sind die Kosten

Aqua Siwa – notwendiger Erwerb angrenzender Grundstücke: 740000 Euro; Abbruch: 200000 Euro; Neubau: 9040000 Euro

Parkplatz Fischerstraße – 550000 Euro

Ernst-Barlach-Schule – Abbruch Anbauten: 142000 Euro; Sanierung: 2165000 Euro

Kurpark – 4155000 Euro

Schlosswiese – 150000 Euro

Theaterplatz – 600000 Euro

Rundweg Kleiner Küchensee – 1725000 Euro

Seebadeanstalt – 690000 Euro

Insgesamt sind nach den bisherigen Schätzungen 22,5 Millionen Euro an Investitionskosten veranschlagt, an denen Bund und Land sowie auch die Stadt Ratzeburg mit jeweils einem Drittel, also 7,25 Millionen Euro, beteiligt sind. Das Land hatte den Vorentwurf nun endlich gebilligt, jetzt muss nach dem Bauausschuss am Dienstagabend am kommenden Montag noch die Stadtvertretung ihr Plazet geben.

Und wenn das wiederum in Kiel bestätigt wurde, kann es endlich losgehen mit den Planungen und ersten Ausschreibungen.

Bei dem Sanierungsgebiet handelt es sich um die Fläche von der Ratzeburger Badestelle Schlosswiese beim Eiscafé Pelz über die ehemalige Ernst-Barlach-Realschule, den Kurpark, Theaterplatz bis zum Hallenbad Aqua Siwa und zur Kleinbahnbrücke über den Küchensee, die als „südlicher Inselrand“ in den kommenden zehn Jahren restauriert und umgestaltet werden soll.

Ulrike Dannel vom beauftragten Büro S.t.e.r.n. aus Berlin trug am Montagabend vor dem Bauausschuss nochmals die bisherigen Planungen der insgesamt 25 Einzelmaßnahmen vor. „Wir müssen uns dabei schon auf einen Zeitrahmen von rund zehn Jahren vorbereiten“, erklärt Werner Rütz, Vorsitzender des Bauausschusses.

„Allein für die Sanierung der Barlach-Schule oder den Abriss und Neubau des Hallenbades muss man jeweils mindestens ein Dreivierteljahr allein für die Ausschreibungswettbewerbe für die bauausführenden Firmen berechnen“, sagt der im „normalen Beruf“ Leitende Verwaltungsbeamte im Amt Lauenburgische Seen. Gerade aus dieser Tätigkeit hat er entsprechende Erfahrungen mit solchen öffentlichen Bauprojekten und den damit verbundenen Fristen.

Die Vielzahl an Einzelmaßnahmen (siehe Beistück rechts) sorgt entsprechend für eine lange Bau- und Ausführungszeit. Sind doch alle Komponenten nicht einzeln, sondern alle auch im Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen und zu planen. So musste die Stadt beispielsweise in der Phase der vorbereitenden Untersuchung dafür sorgen, die angrenzenden Grundstücke um das Hallenbad Aqua Siwa in den städtischen Besitz zu überführen. Das habe sehr viel Zeit und Verhandlungsgeschick erfordert, so Rütz. Mittlerweile sei man sich aber einig mit den Grundstücksbesitzern. Die Mitglieder des Bauausschusses nahmen den Stand der Dinge „äußerst zufrieden“ (Wilhelm Thiele, CDU) zur Kenntnis und empfahlen einstimmig der Stadtverordnetenversammlung, das Sanierungsgebiet so anzunehmen und das Projekt konkret auf den Weg zu bringen.

unk

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